Neue Leitlinien: EU-Fluggastrechteverordnung

13.06.2016
Auch wer einen Flug lange vor einer Reise bucht, muss sein Ticket sofort bezahlen. Manchen Kunden mag das unfair vorkommen. Es ist aber richtig. Damit Passagiere grundsätzlich ihre Rechte besser durchsetzen können, hat die EU-Kommission neue Leitlinien erstellt.
Immer wieder landen Streiftfragen in Sachen Flugrecht vor dem Gericht. Foto: Boris Roessler
Immer wieder landen Streiftfragen in Sachen Flugrecht vor dem Gericht. Foto: Boris Roessler

Brüssel (dpa/tmn) - Die EU-Kommission hat neue Leitlinien für die Fluggastrechteverordnung erstellt. Damit sollen Passagiere ihre Rechte besser durchsetzen können. Das teilte die Kommission mit.

In der EU-Fluggastrechteverordnung steht, unter welchen Bedingungen Passagiere bei Annullierungen und großen Verspätungen eine Entschädigung von der Airline bekommen. Doch die Verordnung ist längst nicht immer eindeutig. Viele Streitfälle landen vor Gericht.

In den Leitlinien wird jetzt präzisiert, wann genau Airlines ihre Passagiere bei Flugausfällen und Verspätungen entschädigen müssen - und wann nicht. Bei sogenannten außergewöhnlichen Umständen ist dies nämlich nicht der Fall. Wann so ein Umstand vorliegt, darüber wird vor Gericht aber häufig gestritten. Die Leitlinien können nun als Grundlage für künftige Streitfälle herangezogen werden.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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