Neue Elbfähre verbindet Cuxhaven und Brunsbüttel

03.03.2021
Zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel liegen nur 32 Kilometer Luftlinie. Doch um von dem einen Ort zum anderen zu gelangen, müssen Ausflügler und Pendler die Elbe überqueren oder einen Umweg nehmen. Nach vier Jahren Pause gibt es nun wieder eine Fährverbindung.
Das mit Flüssigerdgas (LNG) Fährschiff «Greenferry I» verkehrt seit dem 1. März zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel. Foto: Sina Schuldt/dpa
Das mit Flüssigerdgas (LNG) Fährschiff «Greenferry I» verkehrt seit dem 1. März zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel. Foto: Sina Schuldt/dpa

Cuxhaven/Brunsbüttel (dpa) - Cuxhaven in Niedersachsen und Brunsbüttel in Schleswig-Holstein sind seit Montag (1. März) wieder über die Elbe verbunden sein. Die neue Elbfähre «Greenferry I» legte erstmals regulär um 05.00 Uhr von Brunsbüttel ab.

Die 32 Kilometer lange Strecke nach Cuxhaven werde das Schiff in weniger als einer Stunde fahren, sagte der Geschäftsführer von Elbferry, Heinrich Ahlers. Das Schiff soll täglich bis in den Abend im Drei-Stunden-Takt rotieren: «Zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven gibt es jetzt nichts Trennendes mehr.»

Die letzten beiden Versuche einer Elbverbindung zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel waren nach kurzer Zeit gescheitert, der vorerst letzte Fährbetrieb wurde 2017 eingestellt. Auch von 1999 bis 2001 pendelte eine Fähre zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel.

Ahlers rechnet dieses Mal mit einem Erfolg. «Wir haben ein größeres Schiff, es können mehr Lkw mitgenommen werden», sagte er. Auf der 130 Meter langen, mit Flüssigerdgas (LNG) betriebenen Fähre haben 150 Autos, 28 Lastwagen sowie 600 Personen Platz. Auch sei die Fähre schneller als die bisherigen. Auch Schwertransporter könnten mitgenommen werden. Es seien schon mehrere Verträge mit Spediteuren und Busunternehmen vereinbart worden. Der Lkw-Transport werde das Hauptgeschäft ausmachen.

In der Saison rechnet Ahlers zudem mit zahlreichen Touristen auf dem Schiff. Auch für Reisende Richtung Dänemark sei sie Fähre attraktiv. Als Gesellschafter von Elbferry sind die Reederei Strahlmann und die MTB New Energy aus Brunsbüttel mit an Bord.

© dpa-infocom, dpa:210303-99-667106/2

Elbferry


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Wird von Ehrenamtlern restauriert: Der Raddampfer «Kaiser Wilhelm» aus dem Jahr 1900. Foto: Bernd F. Meier/dpa-tmn Schifffahrt hautnah erleben in Lauenburg Wer sich für die Geschichte der Schifffahrt begeistert, ist in Lauenburg an der Elbe richtig. Und wer das noch nicht tut, der wird nach einem Besuch des schmucken Städtchens soweit sein.
Das Kitesurfen im Wattenmeer ist seit Jahren ein heiß diskutiertes Thema. Foto: Matthias Balk/dpa Kitesurfen im Wattenmeer - Wie geht es weiter? Das Wattenmeer bietet für Kitesurfer viele beliebte Reviere. Wo die Wassersportler in dem Schutzgebiet unterwegs sind, regelte bislang ein Kompromiss. Doch ein Gerichtsentscheid bringt Kitern in Niedersachsen nun Freiheiten - und neuen Wind in eine alte Debatte.
Glücksgefühle zum Tagesausklang: Sonnenuntergang am romantischen Glückstädter Hafen. Foto: Larissa Loges/dpa-tmn Schleswig-Holsteins versteckte Perlen Entlang der Elbe und am Nord-Ostsee-Kanal stoßen Urlauber in Schleswig-Holstein auf echte Perlen - Seefahrergeschichten, Badespaß und tierische Begegnungen inklusive.
Sogar ein Fahrrad ist an Bord: Hausboot-Urlaub mit der «Tammy». Foto: Dörte Nohrden/dpa-tmn Mit dem Hausboot auf der Schlei unterwegs Abstand halten geht auch im Urlaub wunderbar: auf einem Hausboot. Ein besonders charmantes schippert auf der lieblichen Schlei. An diesem Ostsee-Meeresarm siedelten vor 1000 Jahren schon die Wikinger.