Namen und Logos von Apps sollen seriöser werden

30.04.2021
Google prüft Apps, bevor sie im Play Store gelistet und angeboten werden. Das bezog sich bislang insbesondere auf den Code, so dass keine Schadsoftware durchrutschte. Nun wird die Prüfung ausgeweitet.
Darf's ein bisschen weniger sein? Google sagt ganz klar ja und schreibt Entwicklern bald stringente, schnickschnackfreie und unmissverständliche Logos sowie Namen für ihre Apps vor. Foto: googleblog.com/dpa-tmn
Darf's ein bisschen weniger sein? Google sagt ganz klar ja und schreibt Entwicklern bald stringente, schnickschnackfreie und unmissverständliche Logos sowie Namen für ihre Apps vor. Foto: googleblog.com/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Gratis, Top-App oder «Die Nummer 1»: Nutzerinnen und Nutzern etwas versprechen, es aber oft nicht halten, das ist Alltag in vielen App-Stores. Vollmundige Versprechen oder irreführende Bezeichnungen sind vielen Anbietern recht und billig, Hauptsache ihre Anwendung wird möglichst oft installiert.

Damit man sich künftig wieder mehr auf die Suchtreffer und Auflistungen im Play Store verlassen kann, hat Google neue Regeln für die Namen und Logos von Android-Apps angekündigt. Sie sollen klarer und verständlicher werden und für Entwicklerinnen und Entwickler von Anwendungen im zweiten Halbjahr 2021 in Kraft treten.

Wer als Anbieter nicht riskieren will, mit seiner App aus dem Play Store zu fliegen oder gar nicht erst aufgenommen zu werden, muss künftig Folgendes beherzigen: Im Namen, im Logo und auch im Entwicklernamen dürfen weder Informationen zum Download-Rang noch zur eventuellen Kostenfreiheit der App stehen.

Zudem darf die Länge von App-Namen 30 Zeichen nicht überschreiten. Auch direkte Aufforderungen à la «Download now» oder «Update now» sowie Verkaufsaktionen sollen in diesem Umfeld tabu sein. Gleiches gilt für Emojis in oder an den Namen von App und Entwickler.

© dpa-infocom, dpa:210430-99-420084/2

Mitteilung


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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