Nachricht zu angeblichen Zollgebühren sofort löschen

05.10.2020
Sogenannte Phishing-Mails im Postfach sind an der Tagesordnung. Betrüger lassen sich immer wieder etwas Neues dafür einfallen. Auch mit vermeintlichen Behördenmails sollten Nutzer vorsichtig sein.
Lieber einmal zu misstrauisch sein als einmal zu unvorsichtig: Manche Mail im Postfach sollte unbeantwortet schnell gelöscht werden. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Lieber einmal zu misstrauisch sein als einmal zu unvorsichtig: Manche Mail im Postfach sollte unbeantwortet schnell gelöscht werden. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Düsseldorf (dpa/tmn) - Verbraucherschützer warnen vor betrügerischen E-Mails, die angeblich vom Zoll stammen und mit denen Nutzer zu Zahlungen aufgefordert werden. Nach Angaben der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen kommt dabei die Absenderadresse «noreply@zoll.de» zum Einsatz.

Damit erscheine die E-Mail zwar auf den ersten Blick seriös, doch tatsächlich sollen die Empfänger um Geld betrogen werden. Denn sie werden in der Mail aufgefordert, über den Zahlungsdienst Paysafecard 50 Euro zu bezahlen. Tatsächlich aber werde der Zoll niemals per Mail dazu auffordern, Gebühren über anonyme Prepaid-Zahlungsdienstleister zu begleichen, warnt die Verbraucherzentrale. Solche Nachrichten sollte man unbeantwortet in den Spam-Ordner verschieben oder löschen.

Vor allem Mailempfänger, die im Ausland etwas bestellt haben und ein Paket erwarten, könnten auf diesen Betrugsversuch hereinfallen, so die Verbraucherschützer. Denn in der Nachricht geht es darum, dass vor einer Zustellung noch «Gebühren» bezahlt werden müssten. Dafür verlangen die Betrüger den Code einer Paysafecard. Solch eine Karte funktioniert nach dem Prepaid-Prinzip: Wer sie kauft, bekommt einen Zahlencode für Online-Einkäufe - und wer als Empfänger der Mail einen Code preisgibt, ist sein Geld damit an die Betrüger losgeworden.

© dpa-infocom, dpa:201005-99-827622/2

Information der Verbraucherzentrale


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Internetkamera im Kühlschrank: Der Fortschritt in der digitalen Welt birgt auch oft neue Gefahren. Foto: Florian Schuh Feind in der Heizung: Sicherheit für das Internet der Dinge Apps für Wohnzimmerlampen, surfende Fernseher und der Schrittzähler am Arm: Das Internet der Dinge ist im Alltag angekommen. Für Verbraucher ist das einerseits praktisch, anderseits riskant. Denn Hackerangriffe gibt es auch jenseits von PC und Smartphone.
Nach der Datenpanne bei Buchbinder dürften die Aufsichtsbehörden das Unternehmen verpflichten, betroffene Kunden zu Informieren - darauf muss aber niemand warten. Foto: Felix Kästle/dpa/dpa-tmn Nach Buchbinder-Datenpanne Auskunft verlangen Wegen eines fehlerhaft konfigurierten Servers waren Millionen Kundendaten der Autovermietung Buchbinder über das Internet aufrufbar. Sind Betroffene nun in Gefahr?
Gegen Rechnungen oder Mahnungen, von denen der Verbraucher sicher nichts weiß, sollte schnell vorgegangen werden. Nur wer Forderungen widerspricht, beugt Einträgen bei der Schufa vor. Foto: Jens Kalaene Sofort Anzeige erstatten: Dubiose Rechnungen im Postfach Wer unerwartet Rechnungen oder Mahnungen erhält, sollte schnell dagegen vorgehen. Ein Anzeige bei der Polizei und ein Widerspruch wird empfohlen. Wer zu lange wartet, könnte einen Eintrag in der Schufa riskieren.
Gut eingestellte Spam-Filter sortieren die meisten unerwünschten Mails schon aus, bevor sie im Posteingang landen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn Anti-Spam-Strategie: Das hilft gegen den E-Mail-Müll Werbung für fragwürdige Medikamente, dubiose Rechnungen oder Investment-Offerten: Manche E-Mails sind nicht nur nervig, sondern aufgrund versteckter Schadsoftware immer häufiger auch gefährlich. Doch Anwender können sich schützen.