Nabu bietet Whalewatching auf der Flensburger Förde

11.06.2019
Wale beobachten - das geht auch in Schleswig-Holstein. Der Nabu bietet im Sommer Touren auf der Flensburger Förde an - einer der Kinderstuben des Ostseeschweinswals.
Zwei Schweinswale schwimmen in der Ostsee zwischen Puttgarden und dem dänischen Rödbyhavn auf dem Fehmarnbelt. Foto: Carsten Rehder
Zwei Schweinswale schwimmen in der Ostsee zwischen Puttgarden und dem dänischen Rödbyhavn auf dem Fehmarnbelt. Foto: Carsten Rehder

Flensburg (dpa) - Die Naturschutzorganisation Nabu bietet von Ende Juni an wieder Whalewatchingtouren in der Flensburger Förde an. Derzeit werden die diesjährigen Schweinswal-Kälber geboren, wie die Leiterin der Landesstelle Schweinswalschutz im Nabu, Dagmar Struß, sagte.

Die Flensburger Förde, eine der «Kinderstuben» dieser Meeressäuger, ziehe daher nun wieder viele Schweinswale an. «Die ersten wurden bereits im Mai gesichtet», sagte Struß. «Wir hoffen, dass wir wieder einige Tiere über den Sommer begleiten können.» Die Schweinswale seien bis in den September hinein regelmäßig an der Küste unterwegs und suchten an Abbruchkanten und Muschelbänken nach Nahrung.

Mit etwas Glück kann man auf der etwa zweistündigen Fahrt vom Flensburger Hafen aus die Rückenfinnen der kleinen Meeressäuger auf der Förde entdecken. Bei der Tour geht es vorrangig in Gebiete, wo Schweinswale wiederholt gesichtet wurden. Auch in diesem Sommer werden wieder mehr als 20 Whalewatching-Fahrten angeboten. Dabei wird auch auf die die Bedrohungen der Schweinswale hingewiesen - vor allem durch Stellnetze, Lärm und Giftstoffe im Wasser.

Für die bedrohte Art sei es wichtig, dass sich Menschen für sie einsetzen, sagte Struß zur Motivation, die Fahrten anzubieten. Bei den menschengemachten Ursachen der Bedrohungen habe sich noch nicht viel getan. Struß betonte, «der einzige heimische Wal in Deutschland braucht dringend eine größere Lobby, damit der Druck bei der Politik wächst, endlich zu handeln».

Service:

Die Fahrten können ab dem 10. Juni gebucht werden. Anfragen bitte per E-Mail an schweinswalschutz@nabu-sh.de. Dort erhält man alle Termine und Informationen.

Infos zu den Whalewatchingtouren


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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