Mit diesen Tipps gelingt das Winter-Camping

01.12.2021
Es ist ein Urlaub der besonderen Art. Damit das Winter-Camping im Wohnmobil aber auch zu einem schönen Erlebnis wird, müssen Reisende richtig vorbereitet sein. Hier sind Ratschläge für Einsteiger.
Camping im Winter? Mit einem richtig ausgerüsteten Wohnmobil ist das kein Problem. Foto: Horst Ossinger/dpa/dpa-tmn
Camping im Winter? Mit einem richtig ausgerüsteten Wohnmobil ist das kein Problem. Foto: Horst Ossinger/dpa/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Wohnmobil-Urlaub in einer hübsch verschneiten Landschaft kann ein besonderes Erlebnis sein - wenn das Fahrzeug an die harschen Bedingungen angepasst ist. Eine Unterscheidung ist hier zentral: Ist das Gefährt wintertauglich oder winterfest?

- Wintertaugliche Wohnmobile eignen sich nur für Außentemperaturen bis null Grad und nicht weniger, erklärt der Tüv-Verband. Die Fahrzeuge verfügten nur über eine bedingt frostfeste Wasseranlage. Die Leistung der Heizung sei außerdem schwächer.

- Winterfeste Wohnmobile funktionieren dagegen auch bei Minusgraden. Der Tüv-Verband verweist auf die europäische Norm EN1646-1, die besagt: Der Innenraum winterfester Wohnmobile muss sich bei einer Außentemperatur von minus 15 Grad innerhalb von zwei Stunden auf 20 Grad erwärmen lassen. Die Wasseranlage muss frostfrei bleiben und einwandfrei funktionieren. Die Batterien sollten nachgeladen und getauscht werden können.

Richtiges Lüften und Heizen sind wichtig

Richtiges Heizen und Lüften im Wohnmobil seien «das A und O beim Wintercamping», betont der Tüv-Verband. Die Durchlüftung aber werde immer wieder unterschätzt - wie in einer Wohnung oft auch. Die Folge: Schwitzwasser und Feuchtigkeit im Fahrzeug. Die Experten raten daher zu jeweils fünf Minuten Stoßlüften immer morgens und abends.

Das Heizen ist im Winter nicht nur für die Insassen elementar, sondern auch fürs Wohnmobil: Es verhindert, dass Wasser in Leitungen und Tanks einfriert. Auch der Abwassertank, der meist außerhalb des beheizten Innenraums liegt, sollte warm gehalten werden. Der Tüv-Verband empfiehlt eine elektronische Heizung für den Abwassertank oder eine Einbindung des Wassertanks in die Luftheizung.

Für die Versorgung sollten Wintercamper einen Campingplatz wählen, auf dem sich Gasflaschen austauschen oder nachfüllen lassen. Um die volle Leistung der Batterien zu erhalten, sollte man das Fahrzeug so oft wie möglich ans Stromnetz anschließen, raten die Fachleute.

Was Winter-Camper noch dabei haben sollten

Empfehlenswert ist den Experten zufolge Winterausstattung, die den Campingurlaub in der kalten Jahreszeit angenehmer macht. Dazu zählen Isoliermatten für Fenster und Fußboden, elektrische Heizmatten für warme Füße, eine Thermohaube über der kompletten Front gegen ein Vereisen der Windschutzscheibe, Eiskratzer und Defrosterspray. Auch Schneeketten sollten an Bord sein.

© dpa-infocom, dpa:211201-99-217460/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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