Mit dem perfekten Außenteam durch Raum und Zeit

15.04.2021
Captain Kirk und Captain Picard vereint gegen Weltraum-Schurken gab es schon im Kino. In «Star Trek Legends» stehen nun alle Helden von Enterprise und Co. bereit für spannende Entdeckungsmissionen.
Die Spielfiguren können an Erfahrung gewinnen oder mit Ausrüstungsgegenständen und neuen Fertigkeiten bestückt werden. Foto: Tilting Point/dpa-tmn
Die Spielfiguren können an Erfahrung gewinnen oder mit Ausrüstungsgegenständen und neuen Fertigkeiten bestückt werden. Foto: Tilting Point/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Unendliche Weiten und fast alle Captains, die Borg-Königin, Romulaner und sogar der Gorn sind dabei? «Star Trek: Legends» würfelt Schiffe, Zeitlinien und Serien von Gene Roddenberrys Sci-Fi-Welt durcheinander und schickt Helden wie Schurken in gemeinsame Abenteuer.

Damit das auch zeitlich Sinn ergibt - zwischen den einzelnen Serien liegen etliche Jahre - muss der Nexus her. Das mystische Energieband aus dem siebten «Star Trek»-Kinofilm von 1994 sprengt die Grenzen von Raum, Zeit und Realität und bringt die Serienhelden zusammen.

Spielerinnen und Spieler stehen nun vor einer ziemlichen Herausforderung: Einerseits müssen sie mit ihrer wachsenden Crew immer schwierigere Missionen in der Welt des Nexus bestehen. Dort wird erkundet, gekämpft und gesammelt. Je nach Zusammensetzung stehen dann mal Captain Janeway, der Gorn, die Borgkönigin und Michael Burnham Seite an Seite. Für manchen Trek-Puristen eine arge Herausforderung.

Andererseits werden Schiff und Crew aufgerüstet und trainiert. Dazu dienen die auf den Missionen gesammelten Rohstoffe. Nicht genutzte Crewmitglieder sammeln auf Shuttlemissionen Erfahrung und bringen reichlich Latinum, Protomaterie oder biomimetisches Gel nach Hause. Damit rüsten sich die Sternenflottenhelden auf.

Die Mischung aus Runden-Kämpfen, Erkundung und durch Dialoge und Standbilder erzählter Geschichte ist kurzweilig. «Legends» ist eine der besseren Umsetzungen von «Star Trek» als Videospiel.

Nur die schwache Übersetzung stört. Android Data etwa heißt in der deutschen Version lieblos «Daten», in den Missionen stimmen Texte und Spielgeschehen nicht immer überein. Mit dem echten Universalübersetzer aus der Serie wäre das nicht passiert. Fans mit entsprechenden Sprachkenntnissen stellen die Sprache lieber auf Englisch um. Wer unterwegs spielt, nimmt außerdem besser eine Powerbank mit. Das Spiel brennt sich durch den Akku wie Captain Kirks Phaser durch weiches Gestein.

Positiv: Auch wenn einige Spielmodi wie Events oder Shuttlemissionen ein wenig an Freemium-Mechaniken anderer Spiele erinnern, «Star Trek: Legends» kommt ohne versteckte Kosten aus. Auch der über das Game Center abgewickelte Onlinemodus ist vergleichsweise datensparsam angelegt.

«Star Trek: Legends» gibt es aktuell nur in Apples Spiele-Dienst Apple Arcade für iPhone, iPad, Mac, Apple TV und den iPod touch. Der monatliche Abo-Preis liegt bei 4,99 Euro.

© dpa-infocom, dpa:210412-99-171685/6


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Hörnchen springt vom Baum, Kamera sieht es. So kommen Spieler von «Nüsse» den Nagern auf die Spur. Foto: Noodlecake Studios/dpa-tmn «Nüsse» macht Spieler zu Hörnchen-Forschern Hach was sind Eichhörnchen doch niedlich. Aber was treiben die eigentlich so, wenn keiner hinschaut? Das Naturdetektivspiel «Nüsse» geht der Sache auf den Grund - und kommt zu einer erschreckenden Erkenntnis.
Treuer Gefährte: Ein Adler dient der namenlosen Heldin von «The Pathless» als Lufttaxi. Foto: Giant Squid/Annapurna Interactive/dpa-tmn «The Pathless» ist ein traumhaft schönes Fantasy-Abenteuer Pfeil und Bogen - aber nicht als Waffe. Eine offene Welt und ein mächtiger Feind - aber kaum Kämpfe. «The Pathless» ist ein etwas anderes Abenteuerspiel. Und gerade deshalb auch was ganz besonderes.
Charmant: Beim Android-«Snake»-Ableger «Snake '97» kann man sich auch gleich ein altes Nokia-Handy nach Wahl aufs Display zaubern. Foto: Snake '97 Game-Klassiker: Alte Perlen auf neuer Hardware Was früher gut war, kann doch heute nicht schlecht sein? Stimmt. Die pixeligen Klassiker aus den Anfängen der Computerspielgeschichte machen immer noch Spaß. Mehr und mehr von ihnen finden ihren Weg aufs Smartphone - von «Space Invaders» bis zum Mobilpionier «Snake».
Gefahr von Malware-Befall: Nach dem Supportende Mitte Januar 2020 versorgt Microsoft Windows 7 nicht mehr mit Sicherheitsupdates. Foto: Robert Günther Die Tage von Windows 7 sind gezählt - Wie geht es weiter? Ein gutes Jahrzehnt hat Windows 7 auf dem Buckel. Trotzdem läuft das Betriebssystem noch auf Millionen Rechnern weltweit. Doch bald lässt Microsoft den Support auslaufen. Nutzer müssen handeln.