Ministerium warnt vor kostenpflichtigen Einreiseanmeldungen

11.03.2021
Wer sich innerhalb von zehn Tagen vor der Einreise nach Deutschland in einem Corona-Risikogebiet aufgehalten hat, muss sich vor der Ankunft digital registrieren. Das Innenministerium warnt nun vor kostenpflichtigen Angeboten.
Bürger sollten sich nicht auf kostenpflichtige Angebote für die digitale Einreiseanmeldung einlassen. Dabei handelt es sich um Fälschungen. Foto: Silas Stein/dpa/Illustration
Bürger sollten sich nicht auf kostenpflichtige Angebote für die digitale Einreiseanmeldung einlassen. Dabei handelt es sich um Fälschungen. Foto: Silas Stein/dpa/Illustration

Berlin (dpa) - Das Bundesinnenministerium warnt Bürger davor, sich auf kostenpflichtige Angebote für die digitale Einreiseanmeldung einzulassen.

«Bei diesen Seiten handelt es sich im Fälschungen. Straftaten werden verfolgt», teilte das Innenministerium mit. Nur die Nachweise der offiziellen Website einreiseanmeldung.de würden bei Kontrollen akzeptiert.

Auf einer Website, die «Kunden-Support in Ihrer Muttersprache» verspricht, wird beispielsweise nach Überweisung von 29 Euro eine «Beantragung in unter 3 Minuten» zugesichert. Hingegen ist für die reguläre Online-Registrierung nichts zu bezahlen. Die Einreiseanmeldungen werden bei der Einreise von der Bundespolizei kontrolliert - an den Grenzen, wo es keine stationären Kontrollen gibt, allerdings nur stichprobenartig.

Seit November müssen sich Reisende vor ihrer Ankunft in Deutschland elektronisch registrieren, wenn sie sich in den zurückliegenden zehn Tagen in einem Corona-Risikogebiet aufgehalten haben. Diese Anordnung des Gesundheitsministeriums hat das Ziel, die Ausbreitung der Corona-Pandemie zu bremsen und die Nachverfolgung von Infektionsketten zu vereinfachen. Über die Einreiseanmeldung erhält das Gesundheitsamt am Zielort der Reisenden Informationen, um etwa kontrollieren zu können, ob die Quarantänepflicht eingehalten wird.

© dpa-infocom, dpa:210311-99-781029/4

Einreiseanmeldung


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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