Microsofts Virenschutz für Windows im Mittelfeld

27.02.2019
Kampf gegen Viren: Die Stiftung Warentest 22 Schutzprogramme für Windows-Rechner getestet. Der Windows Defender erwies sich dabei als guter Grundschutz, den Nutzer mit anderen Abwehrtools ergänzen sollten.
Welches Virenschutz-Programm leistet gute Arbeit? Foto: Monika Skolimowska
Welches Virenschutz-Programm leistet gute Arbeit? Foto: Monika Skolimowska

Berlin (dpa/tmn) - Microsofts Virenschutz Windows Defender schützt gut gegen Viren, aber nicht gegen alle Bedrohungen für den Computer. Und die als Bestandteil von Windows genutzte Software wurde im Vergleich zum Vorjahr verbessert.

Das zeigt ein aktueller Test der Stiftung Warentest («test»-Ausgabe 3/2019). Ein ordentlicher Grundschutz ist der Defender mit der Gesamtnote «gut» also allemal.

Trotz der Verbesserungen bietet die Software aber einige Funktionen nicht, mit der die Antiviren-Konkurrenz punkten kann. Dazu gehören etwa eine Phishing-Abwehr, also ein Schutz vor dem Abgreifen von Zugangsdaten durch bösartige Internetseiten oder E-Mail-Links. Die Tester empfehlen deshalb, einen Browser mit Phishing-Abwehr zu verwenden. PC-Nutzer sollten den Schutz also bei Browsern wie Microsoft Edge oder Google Chrome aktivieren.

Von den 22 getesteten Schutzprogrammen für Windows-Rechner bekamen 3 Anbieter die Gesamtnote «sehr gut» sowie 16 Programme die Gesamtnote «gut». Darunter waren auch kostenlose Programme von Bitdefender (1,5),Avast und AVG (beide 1,7). Wer auf Werbung verzichten und Zusatzfunktionen nutzen will, sollte kostenpflichtige Versionen verwenden. Ganz vorne lagen hier etwa Bitdefender für rund 35 Euro im Jahr (1,4) sowie Eset für 28,50 Euro im Jahr (1,5).

Bei dem Test gängiger Viren-Schutz-Software für Apple-Rechner bekamen 5 der 9 Programme die Note «gut». Ganz vorne lagen hier ebenfalls Eset (2,0) und Bitdefender (2,2).

Stiftung Warentest: Anti-Viren-Software (kostenpflichtiger Test)


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN

Passende Anbieter

Das könnte Sie auch interessieren
Der zu Demonstrationszwecken erstellte verfremdete Screenshot eines mit dem Trojaner Locky infizierten Windows-PC. Foto: Soeren Stache Neugier zügeln und nachfragen - Schutz vor Schadsoftware Viren, Würmer und Trojaner: Gerade auf Windows-Rechnern sind sie eine alltägliche Bedrohung. Viele Nutzer wähnen sich mit einem Virenschutzprogramm in Sicherheit. Doch die ist trügerisch.
Damit Viren wie der Erpressungstrojaner Locky gar nicht erst auf den Rechner kommen, braucht es neben gutem Virenschutz auch eine gehörige Portion Vorsicht. Fotomontage: Soeren Stache Foto: Soeren Stache Virenschutz - Gratis oder doch lieber bezahlen? Was ist ordentlicher Virenschutz für den Computer? Reichen die kostenlosen Basispakete oder sollte es lieber das Programm für ein paar Euro im Monat sein? Expertentests geben eine eindeutige Antwort.
Das Windows 10 Creators Update bringt jede Menge Neuerungen mit sich. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn/dpa Windows 10 Creators Update: Das sind die neuen Funktionen Am 11. April beginnt die Auslieferung des dritten großen Updates für Windows 10. Das Creators Update bringt einige neue Funktionen in das Betriebssystem. Außerdem soll es Nutzern mehr Überblick in Sachen Datenschutz und Sicherheit geben.
Windows-10-Nutzer können sich nicht voll auf den eingebauten Virenschutz verlassen. Bei einem Test des «PC Magazin» hat das Schutzprogramm nicht alle Viren erkannt. Foto: Sebastian Kahnert/dpa Windows Defender im Test nur «befriedigend» Die eingebaute Schutzlösung von Windows 10 kann im Vergleich zu Spezialprogrammen nicht mithalten, so ein Test des «PC Magazin». Bevor man Geld für Schutzprogramme ausgibt, lohnt aber ein Blick auf die Funktionen - und die Gratisversionen.