Mehr Haushalte schauen TV im Internet

26.10.2021
Streamingdienste und Mediatheken machen es möglich - mehr Menschen nutzen das Internet zum Fernsehen. Die Zahlen sind zwar noch vergleichsweise gering, lassen aber ein deutliches Wachstum erkennen.
Immer mehr Haushalte in Deutschland schauen Fernsehen über das Internet. Foto: Daniel Reinhardt/dpa
Immer mehr Haushalte in Deutschland schauen Fernsehen über das Internet. Foto: Daniel Reinhardt/dpa

München (dpa) - Immer mehr Haushalte in Deutschland schauen Fernsehen nicht mehr über den Weg Kabel oder Satellit, sondern nutzen dafür das Internet. Die Zahl der Nutzer ist im Vergleich zu den klassischen Empfangswegen zugleich weiterhin klein.

Inzwischen verzichten 1,8 Millionen Haushalte auf Empfangswege wie Kabel, Satellit, Terrestrik oder auch IPTV vollständig und verbinden ihren Fernseher stattdessen ausschließlich mit dem Internet. Bei IPTV wird zwar auch ein Internetzugang benötigt, für das Angebot ist zugleich ein Zusatzgerät nötig und es ist auf den Fernseher fokussiert. Bei der TV-Nutzung über das World Wide Web ist das Angebot quasi für jedermann zugänglich und ist auf verschiedenen Geräten wie Laptop, Tablet oder Handy möglich.

Diese Ergebnisse gehen aus dem Digitalisierungsbericht Video 2021 der Landesmedienanstalten als Medienregulierer hervor. Der Bericht wurde nun auf dem Branchentreffen Medientage München vorgestellt.

Damit stieg die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um gut 700.000 Haushalte. Die Zahl sei zwar nach wie vor gering. In dem Bericht heißt es: «Ihr Wachstum beeindruckt jedoch. Seit Beginn ihrer Erhebung im Digitalisierungsbericht vor 4 Jahren hat sich ihre Zahl fast verzehnfacht, von 0,5 Prozent im Jahr 2018 auf 4,7 Prozent aller TV-Haushalte in Deutschland.»

Mehr als 95 Prozent der Haushalte in Deutschland haben mindestens ein Fernsehgerät, das sind fast 39 Millionen Haushalte. Die Zahl bleibt laut Digitalisierungsbericht auf einem stabilen hohen Niveau. «Die Menge der Haushalte ohne TV-Gerät ist im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig und hat sich nach einem mehrjährigen Anstieg bei 2 Millionen eingependelt.»

© dpa-infocom, dpa:211026-99-738438/3


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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