Meerblick für 20.000 Euro: Von der Luxusinsel aus arbeiten

24.09.2020
Die Arbeit zum Urlaub machen - wer hat davon nicht schon einmal geträumt. Erfüllen können sich Bürogeplagte diesen Wunsch nun in einem Hotel auf den Malediven. Ganz günstig wird der Tapetenwechsel allerdings nicht.
Ein Hotel auf den Malediven, das coronabedingt wochenlang geschlossen war, will mobil arbeitende Gäste als Kunden gewinnen. Foto: -/The Nautilus Maldives/dpa
Ein Hotel auf den Malediven, das coronabedingt wochenlang geschlossen war, will mobil arbeitende Gäste als Kunden gewinnen. Foto: -/The Nautilus Maldives/dpa

Malé (dpa) - Wie wäre mobiles Arbeiten mit Meerblick und einem persönlichen Assistenten, dazwischen Yoga-Privatstunden machen und Delfine von der Jacht aus beobachten - während die Kinder betreut sind und die Wäsche gemacht wird?

Mit einem solchen Angebot will seit kurzem ein Hotel auf den Malediven, das coronabedingt wochenlang geschlossen war, mobil arbeitende Gäste gewinnen. Doch der Luxus kostet - rund 20.000 Euro für eine Woche und zwei Personen.

Trotzdem gebe es mehrere Interessenten, sagte die Hotelsprecherin. Die Zielgruppe: Superreiche - Firmenchefs, Gründer, Unternehmer, Künstler, Kreative, Kunstkenner oder öffentliche Personen. Deren Alltag sei nicht von Arbeitsstunden definiert und deren Arbeits- und Freizeit gingen oft nahtlos ineinander über, sagte die Sprecherin.

Doch mobiles Arbeiten am Strand geht auch günstiger. So locken andere vom Tourismus abhängige Orte, denen nun die Urlauber fehlen, seit kurzem mit speziellen Visen Menschen an, die mobil arbeiten wollen oder gerade auch müssen. Die Karibikinsel Barbados etwa.

Von der dortigen Tourismusbehörde hieß es, man habe in den vergangenen Wochen knapp 1500 Bewerbungen von Einzelpersonen und Familien für ein solches Ein-Jahres-Visum erhalten, darunter ein Dutzend aus Deutschland. Meist besäßen sie eine eigene Firma, hätten hochrangige Silicon-Valley-Jobs oder sie seien Anwälte.

Fürs Visum müssen die Bewerber angeben, für ihren Lebensunterhalt aufkommen zu können und 2000 (als Einzelperson) bis 3000 Dollar (als Familien) bezahlen. Für ein ähnliches Visum aus Georgien hätten sich rund 600 Bewerber gemeldet, heißt es von der Botschaft des Landes in Berlin.

Und wem es zu aufwendig oder zu teuer ist, digitaler Nomade zu werden, für den gibt es immer noch Palmen-und-weißer-Sand-Hintergrund bei Videoanrufen mit den Bürokollegen.

© dpa-infocom, dpa:200924-99-692148/2

Workation Angebot des Luxushotels

Visuminfos Barbados

Visuminfos Georgien


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Speisen unter den Haien: Das «Conrad Rangali» mit seinem «Ithaa»-Restaurant war Vorreiter in Sachen Unterwasser-Restaurant. Foto: Adam Bruzzone/Conrad Hotels & Resorts/dpa-tmn Dinieren auf und unter dem Wasser: Malediven für Gourmets Die Malediven sind bekannt als Paradies für Badeurlauber, Taucher und Hochzeitsreisende - weniger als Ziel für Gourmets. Das ändert sich aber. Der Archipel im Indischen Ozean, aktuell wegen politischer Unruhen in den Schlagzeilen, mausert sich zu einem Genießer-Hotspot.
Reisende müssen einen verspäteten Abflug von 24 Stunden auf Grund eines gestrichenen Fluges nicht hinnehmen. Foto: Gero Breloer Veranstalter muss auf zeitnahen Ersatzflug umbuchen Können Reisende ihren Flug erst 24 Stunden später als geplant antreten, dann ist dies ein Reisemangel. Buchen Reisende in diesem Fall einen früheren Ersatzflug, muss der Veranstalter die Kosten tragen.
Blick auf Malé, die Büroturm-Stadt der Malediven im Indischen Ozean. Foto: Bernhard Krieger In Malé zeigen sich die Malediven von einer anderen Seite Wer auf die Malediven fliegt, übernachtet in abgeschotteten Resorts, schwelgt häufig im Luxus, genießt Cocktails am Strand. Kaum jemand besucht die Hauptstadt Malé. Hier tobt das echte Leben. Der Gegensatz könnte kaum größer sein.
Passanten gehen auf der Brücke «Pont de Bir-Hakeim», mit Blick auf den Eiffelturm. Foto: Philippe Lopez/AFP/dpa Urlaubsziele in Europa vor dem Neustart Ob ans Meer in Kroatien oder in die österreichischen Berge: Hält der Trend bei den Corona-Infektionszahlen an, könnten in Europa viele Grenzen ab 15. Juni wieder offen sein. Urlauber und Tourismusbranche schöpfen Hoffnung.