Mecklenburg-Vorpommern öffnet wieder für Tagestouristen

25.08.2020
Als einziges Bundesland ließ Mecklenburg-Vorpommern auswärtige Tagesgäste den Sommer über nicht ins Land. Das wird sich nun mit dem Ende der Ferienzeit ändern.
Bisher gilt in Mecklenburg-Vorpommern für Tagestouristen aus anderen Bundesländern ein Einreiseverbot. Für den restlichen Sommer soll sich das aber noch ändern. Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration
Bisher gilt in Mecklenburg-Vorpommern für Tagestouristen aus anderen Bundesländern ein Einreiseverbot. Für den restlichen Sommer soll sich das aber noch ändern. Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration

Schwerin (dpa/mv) - Mecklenburg-Vorpommern lässt auch Tagestouristen wieder ins Land. Das verlautete am Dienstag aus Teilnehmerkreisen der erweiterten Kabinettssitzung in Schwerin.

Das wegen der Corona-Pandemie im März verhängte Einreiseverbot für Kurzbesucher aus anderen Bundesländern soll Mitte kommender Woche aufgehoben werden. Zuvor hatten die «Ostsee-Zeitung» und der NDR darüber berichtet.

Damit sind auch Tagesausflüge an die Küsten des Landes voraussichtlich vom 3. September an wieder möglich. Bislang drohen widerrechtlich einreisenden Tagesbesuchern Bußgelder von bis zu 2000 Euro.

Der rigide Ausschluss von Tagestouristen hatte der Landesregierung in Schwerin nicht nur Kritik potenzieller Besucher eingebracht, sondern auch vom Nachbarland Schleswig-Holstein. Dort waren die Strände im Hochsommer wegen fehlender Alternativen oft überfüllt. Gäste mit mindestens einer gebuchten Übernachtung durften bereits seit Mai wieder nach Mecklenburg-Vorpommern kommen.

Die Tourismusbranche im Nordosten hatte schon seit längerem auf eine Öffnung auch für Tagestouristen gedrängt. Doch hatte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) dies mit Verweis auf die Ansteckungsrisiken im Zuge von Schulstart und Kita-Öffnung zunächst noch abgelehnt. Die zuletzt wieder geringen Infektionszahlen im Nordosten und das Ende der Hochsaison mit nun weniger Urlaubern im Land sorgte nun offenbar für ein Einlenken.

Mit bislang 62 Infektionsfällen je 100.000 Einwohner weist Mecklenburg-Vorpommern die geringste Quote bundesweit auf. Der Durchschnitt liegt bei 281.

© dpa-infocom, dpa:200825-99-300761/3

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Verfasser: dpa-infocom GmbH

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