Malediven versteigern 16 unbewohnte Inseln

28.05.2021
Lust auf eine Insel im Indischen Ozean? Die Malediven bieten jetzt mehrere zur Pacht an. Es gibt jedoch eine Bedingung: Investoren müssen darauf ein Hotel bauen.
Die Malediven wollen 16 unbewohnte Inseln verpachten. Wer eine von ihnen ersteigert, muss darauf ein Hotel bauen. Foto: Philipp Herder/Illustration/dpa
Die Malediven wollen 16 unbewohnte Inseln verpachten. Wer eine von ihnen ersteigert, muss darauf ein Hotel bauen. Foto: Philipp Herder/Illustration/dpa

Malé (dpa) - Die Regierung der Malediven versteigert 16 der mehr als 1000 mehrheitlich unbewohnten Inseln. Wer den Zuschlag bekommt, pachtet das Eiland für 50 Jahre, heißt es aus dem Tourismusministerium.

Eine Bedingung sei, dass die Pächterinnen und Pächter auf ihrer Insel ein Hotel mit jeweils mindestens 100 Betten bauen. Mit der Auktion wollen die Malediven ihrem Tourismus nach dem Einbruch in der Corona-Pandemie helfen, sagte ein Sprecher.

Eine 1,2 Hektar große Insel gibt es ab 210.000 Dollar (etwa 173.000 Euro),die 10,4 Hektar große Variante ab 1,5 Millionen Dollar (etwa 1,2 Millionen Euro). Bei ihren Projekten müssen sich Pächterinnen und Pächter in dem sensiblen Ökosystem an Umweltauflagen halten - etwa mehrheitlich Strom aus erneuerbaren Quellen nutzen, und rund die Hälfte der Vegetation soll sicher stehen bleiben.

Angebote sind bis zum 10. Juni möglich. Den Zuschlag erhalten aber nicht unbedingt die Höchstbietenden. Es gibt ein Punktesystem. 60 Punkte gibt es für das höchste Angebot, 20 Punkte gibt es, wenn mindestens 70 Prozent der Angestellten einheimisch sein sollen, darunter mindestens 5 Prozent Frauen, und 10 Punkte gibt es für Geld in einen Tourismusfonds der Regierung. Das Ministerium hofft nach eigenen Angaben auf 3700 zusätzliche Betten und damit verbundene Investitionen von 370 Millionen Dollar (rund 304 Millionen Euro) in den kommenden drei Jahren.

© dpa-infocom, dpa:210528-99-778719/1


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Speisen unter den Haien: Das «Conrad Rangali» mit seinem «Ithaa»-Restaurant war Vorreiter in Sachen Unterwasser-Restaurant. Foto: Adam Bruzzone/Conrad Hotels & Resorts/dpa-tmn Dinieren auf und unter dem Wasser: Malediven für Gourmets Die Malediven sind bekannt als Paradies für Badeurlauber, Taucher und Hochzeitsreisende - weniger als Ziel für Gourmets. Das ändert sich aber. Der Archipel im Indischen Ozean, aktuell wegen politischer Unruhen in den Schlagzeilen, mausert sich zu einem Genießer-Hotspot.
Schon jetzt hat sich die Erde um etwa ein Grad erwärmt. Wer mithelfen will, den Trend zu stoppen, sollte die Notwendigkeit einer Flugreise immer hinterfragen. Foto: Maurizio Gambarini Zur Fastenzeit auf Flugreisen verzichten Eine Phase der Besinnung und Umkehr ist die nun beginnende Fastenzeit. Viele Menschen verzichten bis Ostern auf Alkohol, Fleisch oder Schokolade. Eine andere Idee ist, dem Klima zuliebe für eine Weile nicht ins Flugzeug zu steigen.
Auf Mauritius lässt es sich paradiesisch entspannen - die Insel ist längst kein reines Ziel für die Oberschicht mehr. Foto: Michael Zehender/dpa-tmn Boom der Fernreisen: «Mauritius ist ein Massenziel geworden» Mauritius, Thailand oder doch Mexiko? Besonders im Winter zieht es viele Urlauber in die Ferne. Woher kommt diese Sehnsucht? Und ist das ökologisch nicht bedenklich? Antworten auf diese Fragen gibt Marek Andryszak, neuer Chef von Tui Deutschland, im Interview.
Ein Hotel auf den Malediven, das coronabedingt wochenlang geschlossen war, will mobil arbeitende Gäste als Kunden gewinnen. Foto: -/The Nautilus Maldives/dpa Meerblick für 20.000 Euro: Von der Luxusinsel aus arbeiten Die Arbeit zum Urlaub machen - wer hat davon nicht schon einmal geträumt. Erfüllen können sich Bürogeplagte diesen Wunsch nun in einem Hotel auf den Malediven. Ganz günstig wird der Tapetenwechsel allerdings nicht.