Kreuzfahrt-Welt: Mikro-Brauereien und ZDF-Dreharbeiten

12.04.2016
Die neue «Carnival Vista» wird mit einer eigenen Mikro-Brauerei vom Stapel laufen. Die nächsten «Traumschiff»-Dreharbeiten finden in Nordamerika statt. Und die Veranstalter ziehen Konsequenzen aus dem Terror in der Türkei.
Die MS «Amadea» - für das ZDF-«Traumschiff» geht es im Herbst nach Nordamerika. Foto: Dietmar Hasenpusch
Die MS «Amadea» - für das ZDF-«Traumschiff» geht es im Herbst nach Nordamerika. Foto: Dietmar Hasenpusch

Auf Carnival Vista wird Bier gebraut

Mikrobrauereien sind ein Trend der Gastro-Szene. Sogar auf Kreuzfahrtschiffen macht er sich nun breit: Auf der neuen «Carnival Vista» wird es ein eigenes Brauhaus geben, erklärt die Reederei Carnival Cruise Line. In Kooperation mit einer US-Brauerei sollen auf dem Schiff drei Biersorten gebraut werden. Die «Carnival Vista» mit Kapazität für gut 4000 Passagiere soll am 1. Mai in Triest seine Jungfernfahrt starten.

Neue Dreharbeiten für «Das Traumschiff» auf der MS «Amadea»

Auf dem Kreuzfahrtschiff MS «Amadea» von Phoenix Reisen werden weitere Folgen der ZDF-Fernsehserie «Traumschiff» gedreht. Die nächsten Dreharbeiten sind für Oktober und November eingeplant - während einer Tour ab Kanada, entlang der US-Ostküste bis nach New York sowie einer Atlantiküberquerung mit Stopp an den Azoren. Das teilt die Reederei mit.

Costa Gruppe ordert zwei Schiffe

Die Costa Gruppe lässt für den chinesischen Markt zwei neue Schiffe bauen. Den Auftrag bekam der italienischen Schiffsbauer Fincantieri, teilte die Reederei mit. Die beiden Schiffe werden jeweils Platz für 4200 Gäste bieten und 2019 beziehungsweise 2020 in Dienst gehen.

MSC Kreuzfahrten steuert Türkei bis Frühjahr 2018 nicht an

Die Kreuzfahrtreederei MSC verzichtet bis zum Frühjahr 2018 auf Besuche ihrer Schiffe in türkischen Häfen. Auch einige geplante Reisen der «MSC Poesia» im Sommer 2017 und der «MSC Magnifica» im März und April 2018 werden nun nach Griechenland umgeroutet, teilte das Unternehmen mit. Als Reaktion auf die Terroranschläge in Istanbul im Januar hatte MSC bereits für dieses Jahr vorgesehene Türkei-Stopps durch Anläufe in griechischen Häfen ersetzt.

Die «MSC Poesia» wird im Sommer 2017 auf ihrer Sieben-Nächte-Route im östlichen Mittelmeer nicht in Istanbul und Izmir anlegen. Stattdessen werden die Häfen von Athen und der Insel Mykonos angesteuert. Am Ende der Wintersaison 2017/18 besucht die «MSC Magnifica» statt des Hafens von Marmaris die griechische Insel Rhodos.

«Sea Cloud» ändert nach Istanbul-Anschlägen ihre Route

Die «Sea Cloud» wird im Sommer nicht wie geplant Istanbul anlaufen. Die Reederei steuert den Angaben zufolge stattdessen Thessaloniki in Griechenland als Start- oder Zielhafen an. Betroffen sind vier Reisen im Juli und August. In einem Schreiben an die Kreuzfahrtgäste begründet das Unternehmen die Änderung der Route mit der «konkret verschärften Gefährdungslage in Istanbul» nach den Anschlägen im Januar.

Es bietet die kostenfreie Stornierung der Reise an oder übernimmt Stornierungskosten für individuell geplante Flüge und Übernachtungen im Hotel im ursprünglichen Start- oder Zielhafen Istanbul. Auch die Kreuzfahrtreederei MSC kündigte kürzlich an, türkische Häfen bis zum Frühjahr 2018 nicht mehr anzusteuern.


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