Kontaktlos bezahlen mit Uhren

16.01.2020
Die dicke Geldbörse soll mal zu Hause bleiben - und das Smartphone sowieso, weil man es ohnehin zu oft in der Hand hat. Und wenn man unterwegs dann doch etwas kaufen möchte? Kein Problem.
Ein Anbieter für kontaktloses Bezahlen mit der Smartwatch ist Wirecard. Auch Dienste wie Google Pay oder Apple Pay machen viele Uhren zum Bezahlmittel. Foto: Sven Hoppe/dpa
Ein Anbieter für kontaktloses Bezahlen mit der Smartwatch ist Wirecard. Auch Dienste wie Google Pay oder Apple Pay machen viele Uhren zum Bezahlmittel. Foto: Sven Hoppe/dpa

Berlin (dpa/tmn) - Mit der passenden Uhr am Handgelenk kann man immer solvent sein - und damit ist jetzt nicht die Möglichkeit gemeint, das gute Stück zu versetzen. Denn mit manchen Uhren kann ihr Träger auch kontaktlos bezahlen, weil darin ein sogenannter NFC-Chip steckt.

Nicht nur Smartwatches von Herstellern wie Fossil, LG oder Mobvoi, die mit Googles Wear OS laufen und darüber Google Pay bieten, oder die Apple Watches mit Apple Pay ermöglichen kontaktloses Bezahlen. Auch mit vielen Uhren oder Fitnessarmbändern von Herstellern wie Fitbit, Garmin oder Samsung, die eigene Betriebssysteme einsetzen, ist das kein Problem.

Es gibt sogar Uhren, die bis auf einen NFC-Chip zum mobilen Bezahlen überhaupt keine smarte Technologie mitbringen. Solche Modelle bietet etwa Swatch an.

Im Geschäft an der Kasse hält man dann zwar die Uhr an das Bezahlterminal. Dreh- und Angelpunkt beim mobilen Bezahlen sind aber Apps. Denn es muss immer eine spezielle Anwendung auf einem mit der Uhr verbundenen Smartphone installiert sein. Diese kann direkt vom Hersteller der Uhr, aber auch von einem Bezahldienstleister stammen.

Umsatzkontrolle per App

In der App werden in aller Regel die Daten einer oder mehrerer Kreditkarten hinterlegt, ohne die beim Bezahlen nichts läuft. In den Apps lassen sich Käufe dann meist in Echtzeit verfolgen und Umsätze kontrollieren.

Eine direkte und ständige Kommunikation zwischen Uhr und Smartphone ist dabei nicht immer notwendig - und in vielen Fällen funktioniert die NFC-Zahlung sogar dann, wenn die Batterie der Uhr leer ist. Die Bezahl-App auf dem Smartphone «erfährt» dann über das Internet vom Bezahldienstleister, was der Träger der Uhr gekauft hat.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Das ist nun zehn Jahre her: Am 9. Januar 2007 präsentierte Steve Jobs das erste iPhone in San Francisco. Foto: John G. Mabanglo Zehn Jahre iPhone: Das Smartphone, das alles veränderte Vor zehn Jahren stellte Apple das erste iPhone vor. Damals konnte sich kaum jemand vorstellen, dass Marktführer wie Nokia von der Bühne verschwinden würden. Das iPhone fasziniert noch immer die Massen, auch wenn Kritiker inzwischen Innovationen von Apple vermissen.
Google hat sein mobiles Betriebssystem Android 9 Pie mit Funktionen zur digitalen Selbstkontrolle ausgestattet. Foto: Robert Günther/dpa-tmn So gewinnt man Abstand vom Smartphone Spiele, Messaging, Fotos, Netzwerke: Der digitale Mensch verbringt viele Stunden seines Tages an Smartphone und Co. Für manchen ist sein Mobilgerät fast zur Sucht geworden. Doch es gibt ein Entkommen.
Es muss nicht immer Whatsapp sein. Allerdings hat der Messenger in Deutschland wohl mit Abstand die meisten Nutzer. Foto: Henning Kaiser Funktionalität und Nutzerzahl: Was bei Messenger-Apps zählt Texte, Bilder, Videos, Telefonate: Messenger-Apps sind Kommunikations-Alleskönner. Ein Blick auf die Unterschiede lohnt sich. Und eventuell auch, seine Kontakte zu überzeugen. Es muss nämlich nicht immer Whatsapp sein.
Mit einem Dual-SIM-Telefon können zwei Anschlüsse betrieben oder verschiedene Telefonie- und Datenanbieter genutzt werden. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn Kraft der zwei Karten: Das bieten Dual-SIM-Telefone Zwei Telefonnummern für nur ein Smartphone - diese Möglichkeit bieten Dual-SIM-Handys. Doch für wen lohnt sich so ein Telefon, was sind die technischen Besonderheiten - und worauf muss man beim Kauf achten?