Kaum Ferienverkehr - aber Staugefahr durch Winterwetter

22.10.2020
Rückreisende sorgen am Ende der Herbstferien normalerweise für Staus. Coronabedingt sind dieses Jahr aber viel weniger Menschen unterwegs. Doch es sind auch andere Behinderungen des Verkehrs möglich.
Der Ferienverkehr dürfte sich am Wochenende (23. bis 25. Oktober) in Grenzen halten. An typischen Stau-Schwerpunkten wie hier auf der A7 am Elbtunnel kann es aber trotzdem etwas länger dauern. Foto: Georg Wendt/dpa
Der Ferienverkehr dürfte sich am Wochenende (23. bis 25. Oktober) in Grenzen halten. An typischen Stau-Schwerpunkten wie hier auf der A7 am Elbtunnel kann es aber trotzdem etwas länger dauern. Foto: Georg Wendt/dpa

Berlin/München (dpa/tmn) - Auch wenn in acht Bundesländern die Herbstferien enden, mancherorts noch andauern oder in Baden-Württemberg erst starten: Weder der Auto Club Europa (ACE) noch der ADAC erwarten am Wochenende (23. bis 25. Oktober) gravierende Auswirkungen auf den Autobahnverkehr.

Wer losfahren will, sollte sich unbedingt vorab über Reisebeschränkungen und andere Auflagen informieren. Die Bestimmungen können sich kurzfristig ändern.

Außerdem dürften mancherorts bereits witterungsbedingte Behinderungen den Autofahrern einen Strich durch die Rechnung machen. Mit Nebel oder je nach Ort bereits ersten Wintereinbrüchen sei zu rechnen. Vor allem wer in höhere Lagen reisen will, wappnet sich besser wintertechnisch und zieht unter anderem Winterreifen aufs Auto.

Außerdem können weiterhin die mehr als 700 Autobahnbaustellen, die der ADAC gezählt hat, für Verzögerungen sorgen.

Aufgrund von Reisenden und zusätzlichem Pendlerverkehr bilden sich Verkehrsspitzen ab Freitagmittag bis in den Abend hinein. Am Samstag dürfte es am Vormittag voller werden, während sich die Autobahnen am Sonntag eher ab Nachmittag füllen.

Auf den Routen zur Nord- und Ostsee sowie auf folgenden Autobahnabschnitten ist in beiden Richtungen mit Staus zu rechnen:

A 1 Lübeck - Hamburg - Bremen - Münster - Köln
A 1 / A 3 / A 4 Kölner Ring
A 2 Dortmund - Hannover
A 3 Köln - Frankfurt - Nürnberg - Passau
A 4 Aachen - Köln - Olpe
A 5 Hattenbacher Dreieck - Karlsruhe - Basel
A 6 Mannheim - Heilbronn - Nürnberg
A 7 Flensburg - Hamburg - Hannover - Würzburg - Füssen/Reutte
A 8 Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg
A 9 Halle/Leipzig- Nürnberg - München
A 10 Berliner Ring
A 24 Hamburg - Berlin
A 61 Mönchengladbach - Koblenz - Ludwigshafen
A 72 Leipzig - Chemnitz - Hof
A 81 Stuttgart - Heilbronn
A 93 Inntaldreieck - Kufstein
A 95/B2 München - Garmisch-Partenkirchen
A 99 Umfahrung München

Auf den Transitstrecken Österreichs kann es sich am Wochenende etwas füllen, da dort einwöchige Herbstferien beginnen. Das gilt auch für die Routen abseits davon, die in die Urlaubsgebiete führen.

Wer in Kroatien oder anderen Balkanländern gewesen ist, darf in Österreich aktuell nicht stoppen, sondern muss direkt durchreisen. Bei der Wiedereinreise nach Deutschland kann es zu Wartezeiten kommen. Über die Zeiten an den deutsch-österreichischen Grenzübergängen Walserberg, Kiefersfelden und Suben informiert die österreichische Infrastrukturgesellschaft Asfinag online.

In der Schweiz dürfte der Verkehr ebenfalls vergleichsweise störungsfrei rollen.

Insgesamt rechnen die Autoclubs in den beiden Alpenländern am ehesten mit Verzögerungen auf der Tauern-, Fernpass-, Brenner-, Rheintal- und Gotthard-Route. Außerdem können vereinzelt Alpenpässe bereits gesperrt sein. Der ACE informiert auf seiner Seite darüber.

Auch bei Auslandsreisen gilt: Jeder sollte sich vorab informieren, was für coronabedingte Ein- und Rückreiseauflagen, Verbote oder Quarantänemaßnahmen aktuell gelten.

© dpa-infocom, dpa:201022-99-37034/2

Stauprognose des ACE

Stauprognose des ADAC

ADAC-Infos zu der Situation an den Grenzen

ASFINAG-Grenzwartezeiten

ADAC: Einreise aus Risikogebieten

ACE informiert über Alpenpässe


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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