Katze nicht umarmen bei frischem Zeckenschutz

03.06.2021
Die Katze liegt gern mit im Bett? Oder Kleinkinder finden es toll, mit der Familienmieze zu kuscheln? Sowas sollten Sie beider Auswahl eines Zeckenschutzmittels bedenken.
Nach dem Auftragen von Zecken- oder Parasitenschutzmittel auf die Haut der Katze sollten speziell Kinder keinen längeren, intensiven Kontakt mit dem Tier haben. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/dpa-tmn
Nach dem Auftragen von Zecken- oder Parasitenschutzmittel auf die Haut der Katze sollten speziell Kinder keinen längeren, intensiven Kontakt mit dem Tier haben. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Gerade in der Hauptsaison für Zecken, Flöhe und andere Parasiten sind bei Tierhaltern spezielle Zeckenschutz-Halsbänder oder Arzneimittel beliebt, die zum Schutz auf die Haut der Tiere getröpfelt werden. Doch bei der Wahl des passenden Mittels sollte nicht nur die Wirksamkeit eine Rolle spielen, sondern auch die Lebensumstände der Tiere. Etwa ob sie das Bett mit den Besitzern teilen oder Kinder engen Kontakt zu ihnen haben.

Werden Halsbänder genutzt, sollten gerade Kleinkinder keinen längeren, intensiven Kontakt mit dem behandelten Tier haben, das Halsband nicht anfassen oder in den Mund nehmen. Darauf weist das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hin.

Nach dem Auftragen von so genannten «Spot-on»-Präparaten auf die Haut der Tiere sollten diese nicht berührt werden, solange die Anwendungsstelle nicht getrocknet oder noch als solche erkennbar ist. Häufig bietet sich daher eine abendliche Behandlung an. Frisch behandelte Tiere sollten dann auch nicht mit im Bett bei Menschen schlafen.

Durch Kontakt mit dem Tierarzneimittel können beim Menschen Nebenwirkungen wie Juckreiz oder Hautrötungen auftreten. Ist ein enger Kontakt mit dem Tier unvermeidbar, sollte dies bei der Wahl des Präparates berücksichtigt werden. Tiermediziner können da beraten. Sollten nach Anwendung eines Tierarzneimittels bei dem behandelten Tier, dem Anwender oder bei Kontaktpersonen unerwünschte Symptome auftreten, sollte das dem BLV gemeldet werden.

© dpa-infocom, dpa:210603-99-850891/2

Meldung von unerwünschten Arzneimittelreaktionen an das BVL


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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