Katze an das Zusammenleben mit Babys gewöhnen

22.01.2021
Ein Baby stellt das Leben von allen Familienmitgliedern auf den Kopf - Katzen inklusive. Mit etwas Planung können Tier und Kind aber die besten Freunde werden.
Katzen können auf Veränderungen empfindlich reagieren. Erwartet die Familie etwa Nachwuchs, kann eine gute Vorbereitung dabei helfen. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Katzen können auf Veränderungen empfindlich reagieren. Erwartet die Familie etwa Nachwuchs, kann eine gute Vorbereitung dabei helfen. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Hannover (dpa/tmn) - Katzen lieben ihren Freiraum, sind aber gleichzeitig auch liebebedürftig und anhänglich. Vor allem auf Veränderungen können sie empfindlich reagieren - etwa, wenn sich in der Familie Nachwuchs ankündigt.

Mit etwas Planung können Halter ihr Tier aber meist problemlos an das Zusammenleben mit Babys gewöhnen. Schon lange bevor das Baby auf die Welt kommt, sollte man seine Katze Schritt für Schritt an die bevorstehenden Veränderungen heranführen. «Damit sich die Katze schon mal an alles Neue gewöhnt, sollte sie unter Aufsicht das Kinderzimmer erkunden», rät die Tierärztin und Tierverhaltenstherapeutin Andrea Böttjer.

Tier an Babygeräusche gewöhnen

Außerdem rät sie, die Katze mit Babygeräuschen vertraut zu machen. «Bei vielen Katzen können diese ungewohnten Laute Ängste auslösen. Ein Geräuschlernprogramm kann Abhilfe schaffen», so die Tierärztin.

Kommen Mutter und Kind nach der Geburt nach Hause, kann die Katze Schritt für Schritt an den neuen Alltag mit Baby gewöhnt werden. Das bedeutet, dass sich die Katze dem Kind nähern, beim Windeln wechseln oder bei der Fütterung zuschauen darf - ohne dem Kind zu nahe zu kommen.

Damit sich das Tier an den Geruch des neuen Mitbewohners gewöhnt, kann man ihm auch schon getragene Bodys zum Beschnuppern vor die Nase halten. Wenn der Nachwuchs im Laufe des Tages schläft, kann sich der Halter in der Nähe des Babys mit der Katze beschäftigen, vielleicht sogar mit ein paar Leckerlis, damit die Nähe als etwas Angenehmes abgespeichert wird.

Ist ihr das alles zu viel oder hat sie darauf keine Lust, sollte die Katze immer die Möglichkeit haben, sich zurückzuziehen oder den Raum zu verlassen. Damit keine Eifersucht aufkommt, rät die Expertin außerdem dazu, feste Rituale beizubehalten - etwa das abendliche Kuscheln.

© dpa-infocom, dpa:210121-99-114563/5


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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