Italien: Weitere Einschränkungen im Reiseverkehr

10.01.2022
Auch für Italien-Reisende gelten ab heute neue Corona-Einschränkungen. In Hotels, Restaurants und Skiliften gilt nun die 2G-Regel.
2G-Regel in Italien: Reisende bekommen Zutritt zu Hotels, Restaurants und Skiliften nur, wenn sie nachweislich gegen Covid-19 geimpft oder von der Krankheit genesen sind. Foto: Daniel Karmann/dpa
2G-Regel in Italien: Reisende bekommen Zutritt zu Hotels, Restaurants und Skiliften nur, wenn sie nachweislich gegen Covid-19 geimpft oder von der Krankheit genesen sind. Foto: Daniel Karmann/dpa

Rom (dpa) - In Italien gelten seit diesem Montag weitere Corona-Einschränkungen mit Auswirkungen auf das Reisen. In Hotels, Kongresszentren, Restaurants, Skiliften und den Transportmitteln im Nah- und Fernverkehr gilt nun die 2G-Regel.

Das bedeutet, dass dort nur noch Menschen Zutritt bekommen, die nachweislich gegen Covid-19 geimpft oder von der Krankheit genesen sind. Im Verkehr sind damit nicht nur Linienbusse in der Stadt betroffen, sondern auch Züge, Fähren und Flüge. Deutsche Touristen können in Italien die QR-Codes ihrer Impfnachweise verwenden.

Der Ministerrat unter Regierungschef Mario Draghi hatte sich Ende des vergangenen Jahres auf die Regeln geeinigt. Damit erweitern sich die Einschränkungen im Alltag vor allem für die Ungeimpften, denn ein negativer Corona-Test reicht für viele Orte nicht mehr aus. Auch für den Mannschaftssport gilt nun die 2G-Regel. Fußballer zum Beispiel müssen damit geimpft oder genesen sein, um spielen zu dürfen.

Stark gestiegene Neuinfektionszahlen

Die Regierung des Landes mit rund 60 Millionen Einwohnern reagierte damit auf die stark gestiegenen Corona-Neuinfektionszahlen. Die zuletzt offiziell ermittelte Sieben-Tage-Inzidenz lag landesweit im Schnitt mit 1669 Fällen je 100.000 Einwohnern auf einem Rekordhoch.

Am Montag beginnt in den meisten der 20 Regionen wieder der Schulunterricht nach den Winterferien. Manche Experten und Politiker befürchten wegen der hohen Infektionszahlen bei Kindern, dass vielen Klassen bald der Distanzunterricht drohen wird. Im Bahnverkehr werden außerdem Zugausfälle und Schienenersatzverkehr erwartet, weil wegen vieler Ansteckungen Personal fehlt.

© dpa-infocom, dpa:220110-99-653773/4


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Der berühmte Karneval in Venedig wurde aus Sorge wegen der Ausbreitung des Coronavirus im Norden Italiens frühzeitig beendet. Foto: Jin Yu/XinHua/dpa Covid-19: Was Italien-Urlauber wissen sollten Es ist der erste große Sars-CoV-2-Ausbruch in Europa. Und einer, der in seiner Dynamik schwer zu bremsen ist. Binnen weniger Tage schnellt die Zahl der Infektionen in Italien nach oben. Wie in China werden Städte isoliert. In Venedig fällt der Karneval flach.
Die Einreise nach Dänemark ist nach wie vor möglich, ab dem 27. Dezember muss man unabhängig vom Impfstatus aber im Besitz eines negativen Corona-Tests sein. Foto: Carsten Rehder/dpa Corona-Winterreisen: Diese Regeln gelten in anderen Länder Einreise nur mit Dreifachimpfung - oder reicht ein negativer Test? Angesichts der rasant steigenden Zahl von Neuinfizierten haben viele Länder neue strikte Maßnahmen ergriffen. Ein Überblick.
Nach drei Monaten strikter Corona-Beschränkungen lässt Italien nun wieder Touristen ins Land. Foto: Cheng Tingting/Xinhua/dpa/Archiv Italien öffnet seine Grenzen für EU-Bürger Viele Italiener haben diesen Tag sehnsüchtig erwartet: Sie dürfen wieder frei im Land reisen, die Grenzen für europäische Urlauber sind offen. Doch Normalität sieht immer noch anders aus.
Passanten gehen auf der Brücke «Pont de Bir-Hakeim», mit Blick auf den Eiffelturm. Foto: Philippe Lopez/AFP/dpa Urlaubsziele in Europa vor dem Neustart Ob ans Meer in Kroatien oder in die österreichischen Berge: Hält der Trend bei den Corona-Infektionszahlen an, könnten in Europa viele Grenzen ab 15. Juni wieder offen sein. Urlauber und Tourismusbranche schöpfen Hoffnung.