International Games Week in Berlin gestartet

25.04.2017
Für sieben Tage wird die Hauptstadt zum «Spielplatz». Die International Games Week lockt mit einem breit gefächerten Programm Branchenkenner und Spiele-Fans gleichermaßen nach Berlin.
Unter dem Motto «No games, no future» findet die siebentägige Veranstaltungsreihe in Berlin statt. Sie richtet sich sowohl an Experten, als auch an Spiele-Fans und Familien. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Unter dem Motto «No games, no future» findet die siebentägige Veranstaltungsreihe in Berlin statt. Sie richtet sich sowohl an Experten, als auch an Spiele-Fans und Familien. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Berlin (dpa) - Mit der Games Week ist am Montag eine der wichtigsten
Veranstaltungen der Computerspiele-Branche in Berlin gestartet. Mit
über zehn verschiedenen Events will die Dachmarke sowohl Experten und
Branchenkenner, als auch Games-Enthusiasten und Familien ansprechen.


Offiziell eröffnet wurde die siebentägige Veranstaltungsreihe am
Montagabend auf dem Opening Summit mit Vertretern aus der Branche und
der Politik. «Ich freue mich auf die Woche, in der die Hauptstadt unser Spielplatz wird», sagte Michael Liebe, Leiter der Games Week. Die Veranstalter erwarten bis zum 30. April rund 15 000 Besucher.

Unter dem Motto «No games, no future» will sich die Branche vor allem auch als wichtiger Wirtschaftsfaktor präsentieren und die wachsende gesellschaftliche Bedeutung von Spielen in den Vordergrund rücken. 

«Computerspiele made in Germany machen Spaß, sind innovativ und
außerdem ein wertvolles Wirtschafts- und Kulturgut mit
internationaler Strahlkraft», sagte Dirk Wiese (SPD),
Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für
Wirtschaft und Energie. Nach Angaben des Branchenverbands BIU wurde
mit Soft- und Hardware 2016 ein Umsatz von 2,9 Milliarden Euro in
Deutschland erwirtschaftet und übertrifft damit zum Beispiel die
Kino- und Fernsehbranche.

Die Branche befindet sich nach Angaben des BIU auch weiter auf
Wachstumskurs. Neue Konsolen-Modelle der führenden Hersteller würden
den Markt weiter beleben, sagte BIU-Geschäftsführer Felix Falk. Und neue spannende Inhalte, der E-Sport und Virtual
Reality sorgten für eine dynamische Entwicklung. Der internationale
Wettbewerb sei aber eine große Herausforderung für die
Games-Entwickler in Deutschland, die bisher nur wenig von dem
wachsenden Markt profitieren.

Der BIU setzt sich deshalb für Förderprogramme zur Stärkung des
Entwicklungs-Standorts Deutschland ein, wie es sie etwa in Frankreich
oder Großbritannien bereits gibt. Die bessere Förderung von
Spiele-Entwicklern habe sich auch die Politik zum Ziel gesetzt, sagte
Staatssekretär Björn Böhning (SPD).

Zur Games Week verkündete der französische Spieleentwickler Ubisoft
Blue Byte auch seine Pläne für ein erstes Entwickler-Studio in
Berlin. Noch in diesem Jahr solle die Arbeit an einem Top-Games-Titel
starten. Das durch Strategiespiele wie «Anno» oder «Die Siedler»
bekannte Studio sucht auf der Games Week rund 50 neue Mitarbeiter.
«Wir sehen hier in Berlin ein großes Potenzial», sagte Istvan Tajnay,
Studiodirektor bei Ubisoft Blue Byte. Bislang würden hier noch keine
großen Spiele-Blockbuster entwickelt. «Das wollen wir den Talenten in
unserem Studio anbieten.»

Am Mittwochabend wird auch der Deutsche Computerspielepreis (DCP)
vergeben. Auf einer Gala werden die 36 besten deutschen
Computerspiele und Konzepte des Jahres 2017 mit einem Preisgeld von
insgesamt 550 000 Euro gekürt. Es gab insgesamt 453 Einreichungen,
die in 13 Kategorien von einer 50-köpfigen Jury bewertet wurden.
Neben der Wertung der Jury gibt es auch einen Publikumspreis.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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