Indonesien will Besuch der Komodo-Warane teuer machen

23.11.2018
Die indonesische Insel Komodo soll nach Aussage des Gouverneurs ein touristisches Luxus-Ziel werden. Damit wird für Besucher auch der Blick auf die «letzten Drachen der Welt» deutlich teurer werden.
Aufgrund ihres Aussehens werden Komodo-Warane auch Komodo-Drachen genannt. Foto: epa efe Garriga
Aufgrund ihres Aussehens werden Komodo-Warane auch Komodo-Drachen genannt. Foto: epa efe Garriga

Jakarta (dpa/tmn) - In Indonesien soll der Blick auf die vermeintlich «letzten Drachen der Welt» richtig teuer werden. Der Besuch auf der Insel Komodo, wo mehrere tausend Komodo-Warane zu Hause sind, soll nach Plänen der Behörden künftig umgerechnet etwa 440 Euro kosten.

Bislang werden für den Eintritt in den Nationalpark etwas mehr als 9 Euro fällig. Die Komodo-Warane werden bis zu drei Meter lang und mehr als 70 Kilogramm schwer. Wegen ihres finsteren Erscheinungsbilds werden sie auch Komodo-Drachen genannt.

Die Insel liegt etwa 1500 Kilometer entfernt von der indonesischen Hauptstadt Jakarta. Der Gouverneur der dortigen Provinz, Victor Laiskodat, kündigte in der Tageszeitung «Kompas» nun an, Komodo zu einem touristischen Luxus-Ziel machen zu wollen. «Das ist ein Ort nur für Leute, die Geld haben», sagte der Gouverneur. «Das ist ein Ort für außergewöhnliche Leute. Wer nicht genug Geld hat, braucht nicht zu kommen.»

Insgesamt sind auf Komodo etwa 5000 Warane zu Hause. Die Tiere - manchmal auch als «letzte Drachen der Welt» bezeichnet - haben den Ruf, ziemlich aggressiv zu sein. Angriffe auf Menschen sind jedoch selten. Derzeit kommen pro Monat etwa 10.000 Besucher auf die Insel.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Die Space Needle in Seattle wurde in den letzten Jahren umfangreich saniert. Foto: John Lok/Space Needle LLC Reisetipps: Blick auf Seattle und einfacher nach St. Lucia Im Turm der Space Needle kann man Seattle jetzt aus einem neuen Blickwinkel bestaunen: Ein Aussichtspunkt mit Glasboden hat eröffnet. Wen es eher auf eine Insel zieht, kommt jetzt einfacher nach St. Lucia: der Inselstaat lockert die Einreisebestimmungen.
Die Reederei MSC Kreuzfahrten bietet demnächst auf ihren Schiffen neue Internetpakete an - vom Social-Media-Paket bis zum Streamer-Paket. Foto: Maurizio Gambarini Aus der Kreuzfahrt: Neue Häfen und Surfpakete Auf hoher See und trotzdem weltweit vernetzt: Gäste der MSC Kreuzfahrten können verschiedene Internet-Pakete buchen - von Facebook bis Video-Streaming ist dann alles möglich. Die Reedereien Costa Crociere, Regent Seven Seas Cruises und Star Clippers steuern neue Häfen an.
Der Vulkan Mount Agung auf Bali hat nach einer erneuten Eruption Asche hunderte Meter hoch in die Luft geschleudert. Die Behörden haben die höchste Alarmstufe ausrufen lassen. Foto: Firdia Lisnawati/AP/dpa Bali fürchtet gewaltigen Vulkanausbruch Auf Bali rumort der Vulkan Gunung Agung enorm. Befürchtet wird, dass er zu einem gewaltigen Ausbruch kommt. Die meisten Urlauber - darunter auch viele Deutsche - sind zwar in Sicherheit, sitzen aber fest. Manche nutzen die Gelegenheit für Selfies.
Das Riff vor der Küste ist eine meeresbiologische Schatzkammer. Foto: Selayar Dive Resort Tauchurlaub auf Selajar in Indonesien Ein Riff vor der Küste der indonesischen Insel Selajar bietet Tauchern paradiesische Bedingungen. Eine meeresbiologische Schatzkammer finden sie dort vor. Doch das Riff ist in Gefahr - ein Tauchlehrer aus Deutschland kämpft gegen eine explosive Zerstörung.