In Sachsen an «spirituellen Orten» die Seele baumeln lassen

01.11.2019
Mal Luft holen und sich eine kleine Auszeit vom Alltagsstress zu gönnen, damit wirbt das Land Sachsen. An spirituellen Orten und auf speziellen Pilgerwegen, da könne auch die Seele Erholung finden, heißt es in einer neuen Broschüre.
Das Kloster St. Marienthal in Ostritz wurde 1234 gegründet. Foto: Pawel Sosnowski/dpa-Zentralbild/dpa
Das Kloster St. Marienthal in Ostritz wurde 1234 gegründet. Foto: Pawel Sosnowski/dpa-Zentralbild/dpa

Dresden (dpa/sn) - Sachsen empfiehlt sich Touristen künftig auch als spirituelles Reiseland. Unter dem Slogan «Sachsens spirituelle Orte. Wo die Seele Urlaub macht», hat die Tourismus Marketing Gesellschaft des Freistaat (TMGS) eine entsprechende Publikation erarbeitet.

In einer «Zeit voller Höchstleistungen in Höchstgeschwindigkeit» setze man auf den Wunsch nach Entschleunigung, hieß es. Klöster, Kirchen und Pilgerwege in Sachsen würden ein «passendes Umfeld für Auszeiten zur inneren Einkehr und zum Kraft schöpfen» bilden. Die entsprechende Broschüre stelle «Oasen der Ruhe» und Pilgerwege vor. Neben Bayern sei Sachsen das einzige Bundesland, das dieses Thema touristisch vermarktet.

«So üben die Zisterzienserinnen-Klöster St. Marienstern in Panschwitz- Kuckau und St. Marienthal in Ostritz seit ihrer Gründung im 13. Jahrhundert ohne Unterbrechung eine hohe geistliche und kulturelle Strahlkraft aus», teilte die TMGS weiter mit. Als weitere Orte für den Seelen-Urlaub wurden unter anderem das Benediktiner Kloster in Wechselburg, die Kamenzer Schnitzaltäre im Sakralmuseum St. Annen, die Dorfkirche Cunewalde, der Dom St. Petri in Bautzen, die Evangelische Brüder-Unität Herrnhut, die Zittauer Fastentücher sowie die Pfarrkirche St. Peter und Paul und das Heilige Grab in Görlitz genannt. Pilgern erlebe auch auf den sächsischen Streckenabschnitten eine Renaissance, hieß es.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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