Im Notfall: So reagiert man bei einem Hundeangriff richtig

29.04.2016
Immer wieder verletzen Rottweiler wehrlose Menschen lebensgefährlich. Zuletzt eine Vierjährige aus Sachsen-Anhalt. Was man tun kann, wenn ein Hund aggressiv wird:
Nach Angaben des Schweizer Herstellers Saciri schützt die Vorrichtung Opfer von Hundebissen vor schweren Verletzungen. Foto: Alessandro Della Valle
Nach Angaben des Schweizer Herstellers Saciri schützt die Vorrichtung Opfer von Hundebissen vor schweren Verletzungen. Foto: Alessandro Della Valle

Bramsche (dpa/tmn) - Dass ein fremder Hund beispielsweise einen Spaziergänger direkt angreift, ist sehr selten. Wer dennoch in eine solche Notsituation gerät und von einem Hund attackiert wird, sollte einige wichtige Dinge beachten:

Auf keinen Fall weglaufen. Das könnte der Hund erst recht als Aufforderung verstehen, den Menschen zu stoppen, erklärt die Hundetrainerin Angelika Lanzerath.

Auf keinen Fall klein machen. Manche denken, es wirke entschärfend, sich beispielsweise hinzuhocken oder zu knien. Das stimme aber nicht, sondern sei genau der falsche Weg.

Keine hektischen Bewegungen. Wer beispielsweise die Arme hochreißt oder mit den Armen fuchtelt, könnte das Tier noch aggressiver machen.

Seitlich wegdrehen und Blickkontakt vermeiden. Das sei eine Möglichkeit, die Situation zu entschärfen, erklärt Lanzerath. Am besten wendet man sich langsam ab und signalisiert so, dass man keine Bedrohung ist, ergänzt die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT).

Einen Gegenstand entgegenhalten: Wer attackiert wird, hält dem Hund - wenn möglich - beispielsweise eine Tasche entgegen, rät die TVT. Der Hund könne dann dort hineinbeißen und sei abgelenkt.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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