ICE-Fahrten zwischen Hannover und Göttingen dauern länger

11.06.2019
Knapp 30 Jahre nach dem Start steht die Sanierung der ersten beiden Schnellfahrstrecken der Deutschen Bahn an. Jetzt laufen die Arbeiten zwischen Hannover und Göttingen. Bis kurz vor Weihnachten sind ICEs 30 bis 45 Minuten länger unterwegs.
Die Bahn beginnt mit Sanierungen der Schnellstrecke zwischen Hannover und Göttingen. Reisende müssen sich auf längere Fahrzeiten einstellen. Foto: Christophe Gateau
Die Bahn beginnt mit Sanierungen der Schnellstrecke zwischen Hannover und Göttingen. Reisende müssen sich auf längere Fahrzeiten einstellen. Foto: Christophe Gateau

Hannover (dpa) - Die Deutsche Bahn hat mit der Sanierung der ICE-Strecke Hannover-Göttingen begonnen, was für Reisende in den kommenden sechs Monaten längere Fahrzeiten bedeutet.

Bis kurz vor Weihnachten müssen ICE-Pendler zwischen Nord- und Süddeutschland sowie Berlin und Frankfurt sich auf eine 30 bis 45 Minuten längere Fahrt einrichten. Dies ist in die aktuellen Fahrpläne eingearbeitet. Die Züge fahren während der Arbeiten über die alte Strecke. Dies führt dort zu Ausfällen und Anpassungen im niedersächsischen Regionalverkehr.

Die Arbeiten sind der Auftakt einer kompletten Sanierung der Schnellstrecken Hannover-Würzburg und Mannheim-Stuttgart, die knapp 30 Jahre nach der Inbetriebnahme in Etappen bis 2023 vorgenommen wird. Für die Arbeiten von Hannover bis Göttingen hat die Bahn 175 Millionen Euro veranschlagt. Rund 140 Kilometer Gleise, 47 Weichen, 243.000 Schwellen und 405.000 Tonnen Schotter sind erforderlich. Außerdem werden neun Tunnel und acht Talbrücken sowie die Oberleitung saniert.

Auf die Sanierung der Verbindung Hannover-Göttingen folgt die Strecke Mannheim-Stuttgart, die vom 10. April bis 31. Oktober 2020 nicht befahrbar sein wird. Der Abschnitt Göttingen-Kassel wird von April bis Juli 2021 unterbrochen. Dann kommt im Jahr 2022 die Trasse Fulda-Würzburg dran und schließlich 2023 der Gleisstrang von Kassel nach Fulda.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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