Herbstreiseverkehr nimmt Fahrt auf

07.10.2021
In gleich fünf deutschen Bundesländern beginnen mit dem kommenden Wochenende die Herbstferien. Weil viele die freie Zeit für einen Urlaub nutzen, kann es auf den Fernstraßen voll werden. Nur wo?
Berlin, Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz starten in die Herbstferien. Auf den Fernstraßen in die Alpen und Mittelgebirge und an die Küsten wird es voll. Foto: dpa-infografik/dpa-tmn
Berlin, Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz starten in die Herbstferien. Auf den Fernstraßen in die Alpen und Mittelgebirge und an die Küsten wird es voll. Foto: dpa-infografik/dpa-tmn

Berlin/München (dpa/tmn) - Nachdem die Herbstferien in Mecklenburg-Vorpommern schon zu Ende gehen, starten sie in Berlin, Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Hamburg und Schleswig-Holstein gehen in die zweite Ferienwoche. Das sorgt am Wochenende (8. bis 10. Oktober) für volle Straßen.

Nach Einschätzungen von Auto Club Europa (ACE) und ADAC ist besonders auf den Fernstraßen von und zu den Wanderregionen in die Alpen und Mittelgebirge sowie den Küsten mit verkehrsbedingten Verzögerungen zu rechnen. Auch Ziele am Mittelmeer wie etwa Kroatien oder Italien würden noch fleißig angesteuert.

Zudem hat der ADAC rund 1000 Herbstbaustellen auf deutschen Autobahnen gezählt, die den Verkehrsfluss zusätzlich lähmen.

Glaubt man den Prognosen des ACE, wird es besonders am Freitagnachmittag rund um die Ballungsräume und auf den Autobahnen bis in den Abend hinein voll. Die Hauptreisezeit am Samstag liegt zwischen 10 und 18 Uhr, am Sonntag ab der Mittagszeit bis in den Abend hinein.

Konkret erwartet der ADAC neben den Fernstraßen von und zu Nord- und Ostsee sowie rund um die Ballungsräume Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt und München auf folgenden Strecken Verzögerungen und Staus (meist in beiden Richtungen):

A 1 Euskirchen - Köln und Hamburg - Bremen
A 2 Dortmund - Hannover
A 1/A 3/A 4 Kölner Ring
A 3 Köln - Frankfurt - Nürnberg - Passau
A 5 Hattenbacher Dreieck - Karlsruhe - Basel
A 6 Mannheim - Heilbronn - Nürnberg
A 7 Hamburg - Flensburg
A 7 Würzburg - Füssen/Reutte
A 8 Stuttgart - München - Salzburg
A 9 München - Nürnberg
A 10 Berliner Ring
A 24 Hamburg - Berlin
A 61 Koblenz - Mönchengladbach
A 93 Inntaldreieck - Kufstein
A 95/B 2 München - Garmisch-Partenkirchen
A 99 Umfahrung München

Auf den Fernstraßen der benachbarten Alpenländer ist die Staugefahr laut ADAC wegen der Herbstferien in den deutschen Bundesländern und anderen Ländern ebenfalls größer als an den vergangenen Wochenenden. Staugefährdet sind unter anderem Tauern-, Fernpass-, Brenner-, Rheintal- und Gotthard-Route.

Aufgrund von Schneefällen in den Hochlagen der Alpen sind einige Pässe zumindest vorübergehend geschlossen. Der ACE informiert darüber tagesaktuell. Auf dessen Webseite finden sich auch Höhen- und Steigungsgradangaben sowie Informationen über die Caravan-Eignung.

An den Grenzen ist mit Wartezeiten durch intensive Personenkontrollen zu rechnen. 30 Minuten sollte man in jedem Fall einkalkulieren, sagt der ADAC. Über die Wartezeiten an den deutsch-österreichischen Grenzübergängen Walserberg, Kiefersfelden und Suben informiert die österreichische Asfinag online.

Auslandsreisende sollten sich auf jeden Fall über mögliche Beschränkungen und Quarantäneregeln auf der Webseite des Auswärtigen Amts informieren. Auch ACE und ADAC bieten auf ihren Webseiten Infos zu Reiseauflagen im Zusammenhang mit Corona innerhalb und außerhalb Deutschlands an.

© dpa-infocom, dpa:211004-99-475809/2

Stauprognose des ACE

Stauprognose des ADAC

Grenzwartezeiten

Corona-Seite ADAC

Corona-Seite ACE

Auswärtiges Amt - Corona-Reiseinformationen

ADAC-Seite zu Grenzkontrollen

ASFINAG-Grenzwartezeiten

Tagesaktuelle Information des ACE über Sperrung bei Pässen


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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