Heimelektronik in Zeiten Corona mehr gefragt

25.08.2020
Seit Ausbruch der Corona-Pandemie arbeiten viele nicht nur im Homeoffice, auch der Kinoabend findet oft in den eigenen vier Wänden statt. Das hat zu zahlreichen Technikkäufen geführt.
Heimelektronik steht in Corona-Zeiten bei Verbrauchern hoch im Kurs. Die Trends reichen von Küchenelektronik über TV-Geräte hin zu Spiele-Konsolen. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa
Heimelektronik steht in Corona-Zeiten bei Verbrauchern hoch im Kurs. Die Trends reichen von Küchenelektronik über TV-Geräte hin zu Spiele-Konsolen. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Frankfurt/Main (dpa) - In der Corona-Krise haben die Verbraucher in Deutschland mehr elektronische Geräte für daheim gekauft. Im ersten Halbjahr 2020 wuchs das Segment im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,3 Prozent auf 20,3 Milliarden Euro Umsatz, wie der Branchenverband gfu berichtete.

Nach diversen Einschränkungen des öffentlichen Lebens waren zum Beispiel Spielekonsolen (+23,9 Prozent) und Audio/Video-Zubehör (+16,3 Prozent) stark gefragt.

Erstmals seit längerer Zeit wuchs auch wieder der Umsatz mit TV-Geräten um 3,6 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Verkauft wurden 3,1 Millionen Geräte mit einem leicht gesunkenen Durchschnittspreis von 557 Euro, wie der Verband berichtete.

Zum guten Geschäft der Branche haben auch Fitnesstracker und Smart Watches beigetragen. Mit einer verkauften Stückzahl von knapp 2,6 Millionen Geräten (plus 10,6 Prozent) und einem leicht gesunkenen Durchschnittspreis von 165 Euro wurde ein Umsatzwachstum von 6,8 Prozent auf 427 Millionen Euro erreicht. Bei den Smartphones legte der Durchschnittspreis um 4,8 Prozent auf 510 Euro zu und bescherte den Händlern ein Umsatzplus von 3,1 Prozent auf knapp fünf Milliarden Euro. Die verkaufte Stückzahl sank allerdings auf rund 9,7 Millionen Geräte (minus 1,6 Prozent).

Weil in der Corona-Krise viele Menschen zu Hause arbeiten mussten und Kinder im Homeschooling betreut wurden, wurden auch Computer und Zubehör gut verkauft. Klassische Personal Computer (Desktop) legten um 12,4 Prozent zu, Notebooks um 29,8 Prozent und Monitore sogar um 45,7 Prozent.

Auch die Küchen wurden neu ausgerüstet, um größere Vorräte zu halten und mehr zuhause zu kochen. Bei den Elektro-Großgeräten stieg der Umsatz um 2,7 Prozent, während die Küchen-Kleingeräte sogar um 10,4 Prozent zulegten.

© dpa-infocom, dpa:200825-99-300873/3


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Kleingeräte wie Mobiltelefone, Computerbauteile, Kameras oder Druckerpatronen können über Electroreturn entsorgt werden. Foto: Christian Charisius/dpa Elektronik kann im Postbriefkasten entsorgt werden Dass der Briefkasten zur Entsorgung von Elektroschrott taugt, dürfte die meisten überraschen. Aber tatsächlich kann ausgediente Elektronik unter gewissen Umständen einfach per Post zum Recycling geschickt werden - und zwar kostenlos.
Florierende Geschäfte in Deutschland, den USA und China haben dem Hausgerätehersteller Miele im Geschäftsjahr 2015/16 ein kräftiges Wachstum beschert. Foto: Wolfgang Kumm Leiser und detailreich: Neue Hausgeräte auf der IFA Ist die technische Entwicklung bei den Hausgeräten ausgereizt? Die Maschinen stecken voller Elektronik. Laut ist aber die Mechanik - ein Ansatzpunkt für Verbesserungen, wie sich auf der Messe IFA zeigt.
Gebogenes Display mit scharfem Bild: Der CH711-5 von Samsung arbeitet mit Quantum-Dot-Technologie. Foto: Samsung Samsung facht Systemstreit bei TV-Technik an Dass neue Fernseher eine 4K-Auflösung beherrschen, ist quasi schon selbstverständlich. Doch bei den Displays gibt es jenseits der Auflösung große technische Unterschiede. Marktführer Samsung mischt nun mit einer verbesserten LED-Technologie die Branche auf.
Mit den biegbaren Batterien von Panasonic sollen tragbare Geräte anschmiegbarer werden. Foto: Christoph Dernbach Japans Elektronikindustrie setzt auf «Internet der Dinge» Japan hat seine Vormachtstellung in Unterhaltungselektronik schon vor Jahren an Korea, China und Kalifornien verloren. Da aber wichtige Komponenten für das «Internet der Dinge» aus Japan stammen, herrscht auf der Elektronikmesse Ceatec Zuversicht.