Hass im Netz nicht einfach hinnehmen

03.11.2020
Die einen hetzen im Netz, die nächsten diskriminieren und wieder andere beleidigen, was das Zeug hält. Ist das in Ordnung? Ist das Meinungsfreiheit? Ganz sicher nicht.
Melden und anzeigen: Das sind die richtigen Antworten auf Hass und Hetze im Netz. Foto: Lukas Schulze/dpa/dpa-tmn
Melden und anzeigen: Das sind die richtigen Antworten auf Hass und Hetze im Netz. Foto: Lukas Schulze/dpa/dpa-tmn

Wiesbaden (dpa/tmn) - Wer auf Hasspostings im Netz stößt oder
selbst Opfer solcher Postings wird, sollte dies bei der Polizei anzeigen. Dazu ruft das Bundeskriminalamt (BKA) auf. Viele Bundesländer haben dafür spezielle Internetportale eingerichtet, die sogenannten Onlinewachen. Über sie könne man solche Straftaten auch anonym anzeigen.

Von Europol koordiniert waren am Dienstag (3. November) europaweit Polizistinnen und Polizisten gegen Hass und Hetze im Internet im Einsatz. In Deutschland waren nach BKA-Angaben bundesweit 96 Beschuldigte zu Hasskommentaren vernommen worden.

Neben den Onlinewachen finden sich auch auf dem Internetportal der deutschen Polizei Hinweise, wie man online oder teils auch per Mail Anzeige erstatten kann. Das BKA rät zudem, Hasspostings zu melden: Anbieter sozialer Netzwerke seien verpflichtet, strafbare Inhalte zu löschen. Dokumentierte Hassbotschaften können zudem bei der Internetbeschwerdestelle gemeldet werden.

Strategien gegen Hass im Netz veranschaulicht die Polizeiliche Kriminalprävention auf der Seite Zivile-Helden.de, weitere Informationen zum Thema hat sie auf Polizeifürdich.de zusammengetragen.

© dpa-infocom, dpa:201103-99-190299/2

Onlinewachen der Landespolizeien

Internetportal der deutschen Polizei

Internetbeschwerdestelle

Zivile-Helden.de

Polizeifürdich.de


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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