Handykunden können Rücklastschrift-Gebühren zurückfordern

07.03.2016
Wer 2013 mehr als 4 Euro für eine Rücklastschrift an seinen Handy-Provider zahlen musste, kann das Geld noch bis zum Jahresende zurückfordern. Darauf weist der Deutsche Verbraucherschutzverein hin - und stellt gleich das passende Musterschreiben zum Download bereit.
Wer 2013 zu viele Rücklastschrift-Gebühren an seinen Provider zahlen musste, kann sich diese nun wiederholen. Foto: Sebastian Kahnert
Wer 2013 zu viele Rücklastschrift-Gebühren an seinen Provider zahlen musste, kann sich diese nun wiederholen. Foto: Sebastian Kahnert

Potsdam (dpa/tmn) - Handykunden können überhöhte Gebühren für Rücklastschriften aus dem Jahr 2013 von ihrem Provider zurückfordern. Diese betrugen teilweise bis zu 20 Euro und waren von den Mobilfunkanbietern nach diversen Prozessen im Jahr 2013 auf 4 Euro gesenkt worden. 

Diesen Betrag erachteten die Gerichte als angemessen für den Aufwand der Provider, wenn sie mit dem Kunden in Kontakt treten müssen, weil sein Konto beim Versuch, eine Lastschrift einzulösen, nicht gedeckt ist.

Für die Rückforderung, bei der sich Verbraucher auf die diversen Urteile berufen können, hat der Verein auf seiner Internetseite Musterschreiben zum Download bereitgestellt. Rückforderungsansprüche aus dem Jahr 2013 verjähren zum 31.12.2016. Ansprüche aus vorangegangenen Jahren sind also bereits verjährt.

Weil nur wenige Verbraucher zu viel gezahlte Gebühren zurückfordern, hatte der Verbraucherschutzverein den Mobilfunkkonzern Telefónica Deutschland auf Abschöpfung des mit den Rücklastschriftpauschalen erzielten Gewinns an den Bundeshaushalt verklagt. Das Unternehmen und der Verein teilten nun mit, sich auf einen Vergleich geeinigt zu haben: Telefónica zahlt nun 12,5 Millionen Euro an den Fiskus.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Die Transparenzverordnung verpflichtet Internetanbieter auch dazu, ihre Kunden eindeutig über die normal erreichbaren Internetzugangsgeschwindigkeiten zu informieren. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn «test»: Mobilfunk- und Festnetzanbieter informieren zu wenig Wie schnell ist ein Internetanschluss wirklich? Wie lang ist die Vertragslaufzeit? Solche Informationen müssen Telekommunikationsanbieter seit Juni 2017 transparent darlegen. Ein Test zeigt: Das klappt noch nicht so richtig.
Wenn man einfach nur den Stecker in die Wand stecken müsste, wäre der Telefonanbieterwechsel leicht. Aber damit auch in der Realität alles gut geht, muss man besonders beim Auftragsformular akribisch vorgehen. Foto: Franziska Gabbert So klappt der Wechsel: Es geht zum neuen Telefonanbieter Auch wenn anderswo das Telefonieren günstiger und das Internet schneller ist: Viele Verbraucher scheuen einen Anbieterwechsel aus Angst, dass die Leitung künftig tot oder die bisherige Rufnummer weg ist. Dabei ist - zumindest in der Theorie - alles eindeutig geregelt.
Wer seinen Mobilfunkanbieter wechselt, will meist seine bisherige Rufnummer behalten. In der Regel ist eine Mitnahme problemlos möglich. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn Alte Telefonnummer behalten: So klappt die Rufnummermitnahme Festnetz- und Mobilfunkanbieter rühren eifrig die Werbetrommel für bessere Konditionen. Das klingt oft verlockend. Viele Kunden scheuen sich, ihren Anbieter zu wechseln. Meist wollen sie ihre bisherige Rufnummer nicht verlieren. Doch die Sorge ist eigentlich unbegründet.
Telefonieren wollen alle. Aber welchen der unzähligen Tarife soll man auswählen? Foto: Christin Klose/dpa-tmn Mobilfunktrends: Kurze Laufzeit, mehr Daten und neue Tarife Immer mehr Daten für immer weniger Geld, kürzere Vertragslaufzeiten, kaum noch subventionierte Telefone. Auf dem Mobilfunkmarkt ist einiges in Bewegung. Was sind die Trends, und worauf muss man achten?