Große Mehrheit will in den Osterferien zu Hause bleiben

22.03.2021
Kaum verschwand Mallorca von der Risikoliste, waren die ersten Flüge bereits ausgebucht. Der Wunsch nach Urlaub scheint nach mehreren Wochen Lockdown besonders groß. Doch nicht alle Menschen wollen sich zu Ostern auf den Weg machen.
Laut einer YouGov-Umfrage wollen die meisten Deutschen in den Osterferien auf eine Urlaubsreise verzichten. Foto: Silvia Marks/dpa-tmn
Laut einer YouGov-Umfrage wollen die meisten Deutschen in den Osterferien auf eine Urlaubsreise verzichten. Foto: Silvia Marks/dpa-tmn

Berlin (dpa) - Angesichts stark steigender Corona-Infektionszahlen will eine große Mehrheit der Deutschen in den Osterferien zu Hause bleiben. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur gaben 79 Prozent der Befragten an, nicht verreisen zu wollen.

Nur 2 Prozent wollen im Ausland Urlaub machen, weitere 4 Prozent wollen im Inland verreisen. 10 Prozent hatten sich zum Zeitpunkt der Umfrage (16. bis 18. März) noch nicht entschieden.

Nächste Woche beginnen in den meisten Bundesländern die Osterferien. Bisher ist noch völlig unklar, welche Urlaubsmöglichkeiten im Inland es dann überhaupt geben wird. Darüber wollte am Montagnachmittag Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder beraten. Hotels, Pensionen und Ferienhäuser sind für Touristen noch geschlossen. Bund und Länder raten derzeit generell von touristischen Reisen ab.

Im Ausland stehen etwa 160 der insgesamt rund 200 Länder auf der Risikoliste des Robert Koch-Instituts. Wer in diesen Ländern Urlaub macht, muss bei Rückkehr in Quarantäne. Einzelne Urlaubsgebiete im europäischen Ausland sind allerdings wegen gesunkener Infektionszahlen seit kurzem kein Risikogebiet mehr. Dazu zählen alle Inseln der spanischen Balearen, Teile des spanischen Festlands, Portugals und die beliebte kroatische Ferienhalbinsel Istrien. Die Aufhebung der Reisewarnung für Mallorca hatte vor einer Woche einen Buchungsboom ausgelöst.

© dpa-infocom, dpa:210322-99-926002/2

RKI zu den Corona-Risikogebieten


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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