Google will Datentransparenz im Play Store verbessern

27.04.2022
Google will Entwickler mehr in die Pflicht nehmen und im Play Store mehr Einblicke in die Datenerhebung der Apps geben. Die Regelung gilt ab jetzt und ist bis Juli noch freiwillig.
Wer im Google Play Store Apps herunterladen möchte, soll ab jetzt die Datenverarbeitung besser nachvollziehen können. Foto: Fabian Sommer/dpa/dpa-tmn
Wer im Google Play Store Apps herunterladen möchte, soll ab jetzt die Datenverarbeitung besser nachvollziehen können. Foto: Fabian Sommer/dpa/dpa-tmn

Hamburg (dpa/tmn) - Seit 26. April haben Google-Nutzer eine neue Funktion, wenn sie im Play Store Apps herunterladen möchten. Wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung schreibt, können im Bereich zur Datensicherheit Entwickler seither mehr Angaben dazu machen, inwieweit die App Nutzerdaten erhebt, weitergibt und schützt. Bis 20. Juli ist die Funktion für Entwickler noch freiwillig, danach verpflichtend.

Sobald Funktionen in der App aktualisiert werden oder die Vorgehensweise bei der Erhebung der Daten sich ändert, müssen Entwickler im Abschnitt Datensicherheit die Informationen anpassen. Ob Entwickler diese Daten tatsächlich eintragen, überprüft Google «mithilfe von Systemen und Prozessen, die ständig verbessert werden», heißt es auf Nachfrage. Probleme sollen so mit den Entwicklern zusammen gelöst und falsche Darstellungen korrigiert werden.

Mit der Einführung reagiert das Unternehmen nach eigenen Angaben auf Reaktionen von Nutzern und App-Entwicklern. Diese forderten mehr Informationen und Kontext dazu, wie Daten verarbeitet werden. Folgendes sollen Nutzer nun einsehen können: Zweck der Datenerhebung, Weitergabe an Dritte, Schutz der Nutzerdaten durch die App-Entwickler, Einhaltung der Richtlinien für familienfreundliche Inhalte und Einhaltung weltweit geltender Standards der Sicherheitsmaßnahmen.

Damit sollen Nutzer schon im Google Play Store transparenter nachvollziehen können, welche Daten sie preisgeben müssen - und ob die App diese überhaupt benötigt.

© dpa-infocom, dpa:220427-99-68492/2

Google Blog Datensicherheit Play Store


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Wie schnell ist mein Internet? Sogenannte Speed-Checker-Apps können bei dieser Frage helfen. Nicht jede ist aber vertrauenswürdig, urteilt «Mobilsicher.de». Foto: Robert Günther/dpa-tmn Speed-Checker-Apps greifen oft zu viele Daten ab Der Livestream ruckelt, die Webseite baut sich nur im Schneckentempo auf? Per Speed-Checker kann man die Datenrate schnell prüfen. Doch nicht jede App dafür ist Experten zufolge vertrauenswürdig.
Das Abkleben der Webcam erfreut sich großer Beliebtheit - nicht ohne Grund, sagen Experten. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn Sicherheitsmythen über Webcam-Spione und Mail-Mitleser Über unsere Webcams werden wir beobachtet. Selbst ein ausgeschaltetes Handy kann geortet werden. Um das Thema Datensicherheit ranken sich viele Mythen. Aber welche von ihnen haben einen Wahrheitsgehalt?
Die Auswahl an Messengern ist groß. Ihr Nutzwert hängt aber auch davon ab, ob die eigenen Kontakte das jeweilige Programm nutzen - sonst kann man sie darüber nicht erreichen. Foto: Catherine Waibel/dpa-tmn Messenger-Funktionen zwischen Spielereien und Datenschutz Ob Whatsapp, Signal, Threema oder Telegram: Messenger-Apps finden sich auf jedem Smartphone. Mit ihnen kann man Nachrichten schicken und telefonieren - sogar per Video. Doch da geht noch mehr.
Wer eine neue Kamera am Haus installieren will, der sollte erstmal die Zugangsdaten ändern. Foto: Arno Burgi/dpa Vernetzte Überwachungskameras sicher einrichten Sie sind praktische Helfer und bieten ein Gefühl der Sicherheit. Sorglos installiert und betrieben können mit dem Internet verbundene Überwachungskameras aber zum Problem werden - das zeigt eine aktuelle Untersuchung von Stiftung Warentest. Was ist zu beachten?