Google macht Zwei-Faktor-Authentisierung zum Standard

20.10.2021
Google fordert seine Nutzer dazu auf, ihre Konten nicht nur mit einem Passwort zu schützen - sondern auch eine zweite Hürde einzubauen. Was man über die Zwei-Faktor-Authentisierung wissen muss.
Doppelt hält besser: Mit einer Zwei-Faktor-Authentisierung sind Nutzer besser gegen Datenklau geschützt. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
Doppelt hält besser: Mit einer Zwei-Faktor-Authentisierung sind Nutzer besser gegen Datenklau geschützt. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn

Hamburg (dpa/tmn) - Man kombiniere etwas, das man weiß, mit etwas, das man hat: So ließe sich die Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA) erklären. Google lädt derzeit immer mehr Nutzer dazu ein, neben dem Passwort für den eigenen Account einen zweiten Schritt zu aktivieren. Das soll bis zum Jahresende 150 Millionen Nutzerkonten sicherer machen, hatte das Unternehmen angekündigt.

Wie funktioniert die Zwei-Faktor-Authentisierung konkret?

Beim Einloggen in einen Google-Dienst etwa am Laptop bekommen Nutzer nach der Eingabe des Passworts eine Push-Nachricht aufs Handy. Darin bestätigen sie, dass sie sich gerade an dem Computer einloggen.

Um die Funktion nutzen zu können, muss bei iOS-Usern die Gmail-App installiert sein. Bei Android-Nutzern ist kein App-Download nötig. 

Die Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentisierung erfolgt allerdings nicht ohne Wissen der Nutzer. Google versendet zunächst eine E-Mail, dass 2FA nun eingestellt ist.

Zwei-Faktor-Authentisierung lässt sich abstellen

Wer diesen Mechanismus nicht nutzen möchte, kann die Authentisierung in den Sicherheitseinstellungen deaktivieren. Hierfür in den Kontoeinstellungen auf «Sicherheit» klicken und unter dem Punkt «Bei Google anmelden» die «Bestätigung in zwei Schritten» deaktivieren. 

Wichtig zu wissen: Der Login wird auch weiterhin ohne die doppelte Absicherung funktionieren.

«Niemand wird gezwungen», sagt Google-Produktmanager Jeroen Kemperman. Die Zwei-Faktor-Authentisierung sei aber die beste Verteidigung gegen Datenklau. «Sie ist gratis und einfach. Hacker bräuchten Handy und Passwort, um in fremde Konten zu gelangen - das ist eine viel größere Hürde.» 

© dpa-infocom, dpa:211020-99-670260/2

Google: Logins sicherer und bequemer machen

Google: Einfachere Zukunft ohne Passwörter


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Wer aktuell solche oder ähnliche SMS bekommt, löscht sie besser sofort und klickt keinesfalls auf Links. Foto: Till Simon Nagel/dpa-tmn Apps als Datenkraken entlarven Kürzlich waren Telefonnummern und E-Mail-Adressen von hunderten Millionen Facebook-Nutzern in einem Hacker-Forum entdeckt worden. Oft sammeln Apps solche Daten. Bin ich davon betroffen, was ist zu tun?
Handgeschrieben muss sie sein, die Vollmacht für den digitalen Nachlass - und kann etwa auf einen USB-Stick mit einem Passwortmanager verweisen. Foto: Ratschläge für den Daten-Nachlass Soziale Netzwerke, E-Mail-Konten, Onlinespeicher oder Streamingdienste: Wenn jemand stirbt, bleiben seine Accounts erst einmal bestehen. Angehörige haben dann oft ihre liebe Not, Zugriff zu bekommen - wenn sie überhaupt von den Konten wissen.
Bei guten Smarthome-Produkten und -Systeme lässt sich prüfen und einstellen, welche Daten etwa an den Hersteller übertragen werden dürfen. Foto: Florian Schuh/dpa-tmn So geht Datenschutz im Smarthome Wie smart: Immer mehr Geräte und Gegenstände im Alltag lassen sich vernetzen und fernsteuern. Damit steigt aber auch die Gefahr, dass Daten nicht gut genug gesichert werden.
Das analoge TV-Signal im Kabelfernsehen wird langsam deutschlandweit abgeschaltet. Wann es soweit ist, erfahren Analogschauer per Einblendung im Programm und per Anschreiben vom Anbieter. Foto: Christin Klose Das Ende des analogen Kabel-TVs beginnt Unitymedia ist damit im Westen schon fertig, jetzt ziehen auch die anderen Kabel-TV-Anbieter nach: Von Bayern bis an die deutsche Küste stellen sie nach und nach das analoge TV-Signal ab. Tätig werden müssen vor allem Kabelkunden mit Fernsehern, die schon sehr alt sind.