GMX und Web.de: Verschlüsselte Mails per DANE abgesichert

23.05.2016
Kein Abfangen mehr durch Dritte: Zur Verschlüsselung des E-Mail-Versands nutzen Web.de und GMX nun das Netzwerkprotokoll DANE. In Sachen Datenschutz bringt das einige Vorteile mit sich.
Das Netzwerk E-Mail Made-in-Germany: Die Mitbetreiber Web.de und GMX sichern ihre Transportverschlüsselung nun mit der offenen Technik DANE ab. Foto: Stephanie Pilick
Das Netzwerk E-Mail Made-in-Germany: Die Mitbetreiber Web.de und GMX sichern ihre Transportverschlüsselung nun mit der offenen Technik DANE ab. Foto: Stephanie Pilick

Karlsruhe (dpa/tmn) - Die E-Mail-Anbieter Web.de und GMX sichern die Transportverschlüsselung versandter E-Mails nun per DANE ab. Das Netzwerkprotokoll ermöglicht es, die zur Transportverschlüsselung genutzten Zertifikate auf ihre Echtheit zu überprüfen.

So sind Sender und Empfänger einer E-Mail in der Lage, sich gegenseitig eindeutig zu identifizieren. Dritte sollen Mails nicht mehr unterwegs abfangen und mitlesen können.

Der Vorteil von DANE: Die offene Technik funktioniert auch außerhalb des E-Mail Made-in-Germany-Netzwerks (EmiG),das Web.de, GMX, Telekom, Freenet und Strato betreiben. Mail-Provider wie Posteo, Mailbox.org oder tutanota.de nutzen ebenfalls DANE. Grundsätzlich funktioniert die Technik mit allen kompatiblen Anbietern.

Bei EmiG setzen die Mail-Anbieter auf ein ähnliches Verfahren namens Inter Mail Provider Trust. Es funktioniert allerdings nur für Übertragungen zwischen teilnehmenden Anbietern. Provider, deren Daten nicht in Deutschland gespeichert werden, können EmiG nicht beitreten.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Wer seinen persönlichen Datenschutz durchsetzen möchte, dem hilft der Paragraf 34 Bundesdatenschutzgesetz. Er verpflichtet alle, die Daten speichern, dem jeweils Betroffenen auch darüber Auskunft zu geben. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn Verbraucher haben ein Informationsrecht Hier ein Klick, dort eine Bestellung oder ein Kommentar: Daten sind der wichtigste Rohstoff der Online-Welt. Sie werden etwa von Internetkonzernen, Auskunfteien und Unternehmen eifrig gesammelt. Doch das Datenschutzrecht setzt Grenzen und gewährt Auskunftsrechte.
Das Individuum im Datenstrom: Was Onlinedienste über einen selbst wissen, und welche Informationen unter Umständen zusammengeführt werden, sollte man im Blick behalten. Foto: Ralf Hirschberger Wissen, wer was wissen will: Was passiert mit den Daten? Wer ins Netz geht, hinterlässt eine Datenspur. Was das genau bedeutet, weiß aber kaum jemand. Dabei ist die Datensammelei kleiner und großer Onlinedienste nicht automatisch schlecht – im Gegenteil. Ihre Schattenseiten hat sie aber.
Apps wie Sleep Cycle Alarm Clock messen auch die Bewegungen im Schlaf. Foto: Karolin Krämer/dpa-tmn Schlummerhilfe vom Smartphone: Was Sleep-Tracker bringen Das Smartphone neben dem Kopfkissen? Längst kein ungewöhnliches Bild mehr. Auch nachts ist das Telefon unser ständiger Begleiter geworden. Und mit den passenden Apps lässt sich das Smartphone sogar zu einem kleinen Schlaflabor aufrüsten.
Ab dem 11. April stellt Microsoft für Windows 10 ein neues Update bereit. Es soll das Vornehmen der Datenschutzeinstellungen erleichtern. Foto: Andrea Warnecke Mehr Transparenz und Datenschutz bei Windows 10 Microsoft erweitert bei Windows 10 die Datenschutzfunktionen. So erhalten Nutzer einen besseren Überblick über die Daten, die der Rechner bei seinen Prozessen erhebt.