Gefälschte Tinder-Profile locken in teure Abo-Fallen

14.05.2020
Mit einem fiesen Trick locken Internet-Betrüger die Nutzer der Dating-App Tinder in eine teure Abo-Falle. Dabei wirkt die raffiniert ausgetüftelte Masche zunächst unauffällig.
Auf Partnersuche: Dating-Apps wie Tinder sind sehr populär. Doch das lockt leider auch Betrüger an. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Auf Partnersuche: Dating-Apps wie Tinder sind sehr populär. Doch das lockt leider auch Betrüger an. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Nutzer der Dating-App Tinder müssen sich aktuell vor einer fiesen Betrugsmasche mit gefälschten Profilen in Acht nehmen. Dabei werden die - vorwiegend männlichen - Opfer dazu verleitet, einen Link anzuklicken. Dieser soll vermeintlich dazu dienen, ihr Profil zu verifizieren, wie das Portal watchlist-internet.at berichtet.

Tatsächlich führt der Link jedoch in ein kostenpflichtiges Abo, das monatlich bis zu 50 Euro kostet.

Bei den betrügerischen und oft weiblichen Profilen handelt es sich um Bots - also Roboter, die im Laufe des Gesprächs zunächst ein Treffen mit dem Opfer vereinbaren. Beiläufig weisen sie dann auf einen Link, mit dem sich der Gesprächspartner verifizieren soll. Als Erklärung für dieses Sicherheitsbedürfnis nennen sie angebliche negative Erfahrungen aus der Vergangenheit.

Der Link führt zu verschiedenen Plattformen, die mit kostenloser Mitgliedschaft werben. Dort erscheint die Aufforderung, Chatname, Passwort und Emailadresse einzugeben. Nach dem Klick auf den Button «Start Now» soll man seine Kreditkartendaten eingeben. Mit der anschließenden Bestätigung schließt man jedoch verschiedene Mitgliedschaften ab, die zwischen 37 und 50 Euro im Monat kosten.

Da bereits bei Tinder die Möglichkeit besteht, sein Profil verifizieren zu lassen, sollte man bei solchen Anfragen Dritter skeptisch sein, heißt es auf watchlist-internet.de. Für diejenigen, die bereits in die Falle getappt sind, empfiehlt das Portal, in keinem Fall auf etwaige Geldforderungen zu reagieren.

Beitrag auf watchlist-internet.at


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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