Gassi trotz Hausarrest

23.03.2020
Hunde müssen mehrmals täglich raus. Angesichts der Corona-Epidemie macht eine eingeschränkte Bewegungsfreiheit Tierbesitzern Angst. Darf auch der Hund irgendwann das Haus nicht mehr verlassen?
Corona-Krise hin oder her - Hunde müssen mehrmals am Tag Gassigehen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Corona-Krise hin oder her - Hunde müssen mehrmals am Tag Gassigehen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Quarantäne bedeutet Hausarrest. Was aber tun, wenn der Hund raus muss? Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) rät: «Personen, die sich in Quarantäne befinden, sollten für ihre Hunde geeignete Personen außerhalb ihres Haushaltes zum Gassigehen ansprechen.»

Dies könnten Nachbarn oder Freunde sein, die den isolierten Personen beispielsweise bereits mit dem Lebensmitteleinkauf zur Hand gehen.

Für das Ausführen des Hundes eigneten sich aber nur junge, gesunde Personen, so eine Sprecherin des BMEL. Wenn möglich sollte eine eigene Leine verwendet werden, um eine Übertragung durch das Equipment zu verhindern. Das Risiko gehe klar nicht von dem Hund aus, sondern von den möglicherweise infizierten Besitzern. Deshalb sei es wichtig, die Hände nach dem Spaziergang gründlich zu waschen.

Die Welttierschutzgesellschaft (WTG) rät strikt davon ab, Hunde oder Katzen speziellen Reinigungsmaßnahmen zu unterziehen. Sie müssten keinesfalls, wie fälschlicherweise vielfach verbreitet, speziell gebadet und schon gar nicht desinfiziert werden.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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