Funkstille und Verdunkelung: Stromspar-Tipps fürs Smartphone

11.04.2016
Die Zeiten, als Akkus von Mobiltelefonen eine Woche durchhielten, sind lange vorbei. Heute freuen sich Smartphone-Nutzer schon, wenn ihr Akku einen ganzen Tag schafft. Darum sollte man seine Kapazität so effektiv wie möglich nutzen.
Damit das Smartphone nicht ständig ans Netz muss, sollten Nutzer auf fünf wichtige Dinge achten. Foto: Andrea Warnecke
Damit das Smartphone nicht ständig ans Netz muss, sollten Nutzer auf fünf wichtige Dinge achten. Foto: Andrea Warnecke

München (dpa/tmn) - Natürlich müssen Nutzer, die viel spielen oder ständig soziale Netzwerke checken, damit leben, dass ihr Akku schneller nachlässt. Wenn er aber mal ohne Lademöglichkeit länger durchhalten soll, helfen diese Tipps:

Ortungsdienste ausschalten: Sie laufen ständig im Hintergrund und belasten den Akku. «Ortungsdienste sind große Stromfresser», erklärt Yasmin Vetterl von der Zeitschrift «Chip». Sie lassen sich jedoch leicht deaktivieren. Bei Android geht das in den Einstellungen unter «Standort», bei iOS im Datenschutz unter «Ortungsdienste».

Funkstille: WLAN, NFC und Bluetooth suchen immerzu nach Verbindungsmöglichkeiten, wenn sie aktiviert sind. Das zieht unnötig Strom. Deshalb stellt man diese Schnittstellen aus, wenn man sie nicht braucht, rät Matthias Baumann vom Tüv Rheinland.

Verdunkeln: Bei vielen Mobilgeräten können Nutzer schon über die Schnelleinstellungen die Helligkeit des Displays reduzieren. Außerdem sollte man das Display deaktivieren und nicht weiterleuchten lassen, sobald man das Gerät aus der Hand legt. Baumann betont: «Das Display ist der größte beeinflussbare Stromverbraucher bei Smartphones.»

Synchronisation deaktivieren: Viele Apps synchronisieren sich in kurzen Zeitabständen, um immer aktuelle Inhalte parat zu haben. Zum Beispiel Mailprogramme, die ständig auf dem Mailserver nach neuen Nachrichten suchen. Wer darauf verzichten kann, sollte die Funktion in den Einstellungen der einzelnen Apps ausstellen, rät Yasmin Vetterl. Dann muss man aber selbst die Apps aufrufen, um neu eingegangene Nachrichten herunterzuladen. Als Kompromiss lässt sich unter Umständen das Synchronisations-Intervall verlängern. Das gehe bei einigen Apps, sagt Matthias Baumann. Dann ziehen die Programme zumindest seltener im Hintergrund Strom.

Sparsam sein: Wenn der Akkustand unter eine bestimmte Grenze springt, schlagen einige Mobilgeräte einen Sparmodus vor. «Den kann man ruhig nutzen», sagt Vetterl. Denn das Smartphone fährt das System dann automatisch in einen energieeffizienten Modus herunter. Ist der Akku am Ende - und man braucht das Gerät aber bald für einen wichtigen Anruf? Da gibt es eine ganz einfache Lösung, so Vetterl: «Vorübergehend ausschalten.»


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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