Für viele gibt es nicht nur den einen Messenger

25.05.2020
Ein Smartphone, ein Handyvertrag, ein Messenger: So handhaben es wohl die meisten - könnte man meinen. Nun zeigt eine Studie, wie Messenger genutzt werden und ob klassisches Telefonieren tot ist.
Vielfalt beim Chatten: Nachrichten schicken kann man nicht nur mit einem Messenger. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Vielfalt beim Chatten: Nachrichten schicken kann man nicht nur mit einem Messenger. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Berlin/Bonn (dpa/tmn) - Du sollst keine anderen Messenger neben mir haben. Ein Grundsatz, den mancher Anbieter von Kommunikationsdiensten sicher direkt unterschreiben würde. Tatsächlich aber lassen sich viele Nutzerinnen und Nutzer nicht auf ein Angebot festnageln, wie aus einer Studie des Marktforschers Info im Auftrag der Bundesnetzagentur hervorgeht.

Demnach verwenden beinahe zwei Drittel der Befragten (65 Prozent) mindestens zwei Kommunikationsdienste parallel. Dieses sogenannte Multihoming bietet unter anderem den Vorteil, dass man so unter Umständen mehr Kontakte erreicht als mit nur einem einzigen Dienst. 61 Prozent gaben auch an, durch die Verbreitung von Messengern grundsätzlich mehr zu kommunizieren als vorher.

Bei der Sprachtelefonie greifen Nutzerinnen und Nutzer von Messengern weiterhin häufiger und intensiver auf Mobilfunk- (75 Prozent) und Festnetztelefonie (59 Prozent) zurück. Nur 22 Prozent nutzen nach eigenen Angaben Messenger regelmäßig für Gespräche. Und knapp drei Viertel (74 Prozent) können sich nicht vorstellen, vollständig aufs Telefonieren über Mobilfunknetz zu verzichten.

Die Erkenntnisse beziehen sich auf die private Nutzung von internetbasierten Kommunikationsdiensten. Befragt worden waren 2210 Menschen ab 16 Jahren.

Studie


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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