Für Reisen in die Sahelzone gegen Pneumokokken impfen lassen

07.04.2016
Vor einer Reise in die Sahelzone Afrikas kümmern sich Urlauber am besten um eine Pneumokokken-Impfung. Anders als in Deutschland, kann eine Erkrankung dort schnell zu einer Hirnhautentzündungen führen.
Wer nach West- oder Zentralafrika reisen möchte, sollte auch gegen Pneumokokken geimpft sein. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
Wer nach West- oder Zentralafrika reisen möchte, sollte auch gegen Pneumokokken geimpft sein. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Düsseldorf (dpa/tmn) - Wer in die Sahelzone Afrikas reist, sollte sich auch gegen Pneumokokken impfen lassen. Die Bakterien seien in West- und Zentralafrika zunehmend Auslöser für Hirnhautentzündungen, warnt das Centrum für Reisemedizin (CRM).

Die lebensbedrohliche Erkrankung wird eigentlich hauptsächlich von Meningokokken ausgelöst, gegen die sich Reisende ebenfalls impfen lassen können. Doch immer häufiger seien Pneumokokken für die Krankheit verantwortlich, so das CRM. Die Erkrankung ist gefährlich: Etwa 15 bis 20 Prozent sterben an der Pneumokokken-Meningitis.

Pneumokokken kennt man in Deutschland vor allem als Ursache für eine bakterielle Lungenentzündung, erklärt das CRM. Sie werden per Tröpfcheninfektion übertragen, also beim Niesen, Husten und Sprechen. Die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts (STIKO) empfiehlt hierzulande eine Impfung für alle Kleinkinder bis 2 Jahren sowie einmalig ab dem Alter von 60 Jahren.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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