Fünf Regeln für Kind und Hund

13.07.2018
Hunde gehören für viele zum perfekten Familienbild dazu. Das Verhältnis zwischen Kind und Hund verläuft aber nicht immer reibungslos. Damit möglichst nichts schiefgeht, empfehlen Tierärzte einige Grundregeln.
Ab etwa acht Jahren können Kinder Umgangsregeln mit einem Hund eigenständig umsetzen. Foto: Silvia Marks
Ab etwa acht Jahren können Kinder Umgangsregeln mit einem Hund eigenständig umsetzen. Foto: Silvia Marks

Berlin (dpa/tmn) - Der Hund ist der beste Freund des Menschen - und damit auch der beste Freund von Kindern. Doch beide Seiten müssen den Umgang lernen. Es braucht klare Regeln. Der Bundesverband praktizierender Tierärzte empfiehlt diese Grundregeln für das Zusammenleben:

AUFSICHT: Kleinkinder und Hunde sollten nie unbeaufsichtigt zusammen sein - unabhängig davon, wie brav das Tier oder vernünftig das Kleinkind sein mag. Mit Aufsicht ist aktives Beaufsichtigen gemeint: die Aufmerksamkeit sollte auf Kind und Hund liegen, nicht auf anderen Dingen wie dem Handy oder dem Fernseher. Wenn das nicht möglich ist, sollten Kind und Hund sicher voneinander getrennt sein.

LERNEN: Zu aufdringlich oder zu grob - Menschen müssen lernen, wie sie richtig mit dem Hund umgehen. Dabei ist es wichtig, dass auch subtilere Stresssignale wie etwa das Abwenden des Blickes oder das Lefzenlecken erkannt werden können. Im Zweifel sollten Erwachsene eingreifen. Ab etwa acht Jahren, so der Tierärzte-Verband, können Kinder Umgangsregeln mit einem Hund eigenständig umsetzen. Dazu gehören etwa: nicht gegen den Strich streicheln, den Hund nicht umarmen oder küssen, schlafende Hunde nicht wecken und nach unerlaubten Aktionen nicht eigenständig bestrafen. Auch klare Besitzregeln bei Spielzeug und Nahrung sollten eingehalten werden.

RÜCKZUGSORT: Jeder Hund sollte einen ruhigen Liegeplatz haben, an dem er sich wohlfühlt und wo es Futter, Wasser und Spielzeug gibt. Vor allem sollten ihn Kinder dort nicht stören können. Die Besitzer sollten dem Hund auch beibringen, sich dorthin zurückzuziehen, wenn es ihm zu viel wird.

GEHORSAM: Guter Gehorsam und eine gesunde, stabile Rangbeziehung zwischen Besitzer und Hund helfen dabei, auch Kinder in das «Rudel» aufzunehmen. Dafür sollten die Hunde die wichtigsten Kommandos auf eine gewaltfreie, positive Art und Weise beigebracht bekommen.

PROBLEMVERMEIDUNG: In Beziehungen kann es zu Problemen kommen - auch in der Beziehung zwischen Mensch und Hund. Bekannte problematische Situationen sollten deswegen grundsätzlich vermieden werden. So sollte der Hund beispielsweise beim Fressen nicht gestört werden und das Spielzeug von Hund und Kindern klar voneinander getrennt sein.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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