FTI nimmt Gebühr für gedruckte Reiseunterlagen

31.10.2019
Digital statt analog: Gedruckte Reiseunterlagen verschwinden langsam. Auch der Veranstalter FTI erhebt jetzt eine Papier-Gebühr.
Nur gegen Geld: Wer weiter Reiseunterlagen auf Papier haben will, muss künftig auch bei FTI dafür bezahlen. Foto: Silke Heyer/dpa-tmn
Nur gegen Geld: Wer weiter Reiseunterlagen auf Papier haben will, muss künftig auch bei FTI dafür bezahlen. Foto: Silke Heyer/dpa-tmn

München (dpa/tmn) - FTI setzt auf papierlosen Urlaub: Der Veranstalter erhebt ab dem 4. November für gedruckte Reiseunterlagen drei Euro Gebühr.

Man wolle die Kunden noch stärker zu papierlosen Unterlagen animieren, um einen Beitrag für mehr Nachhaltigkeit zu leisten, erklärte FTI auf Anfrage. Rund 70 Prozent der Kunden bevorzugten schon jetzt digitale Reisedokumente.

Keine Gebühr fällt weiterhin bei bestimmten Reisezielen wie etwa Kuba an. Auf der Karibikinsel sei das Booklet für die vorgeschriebene Touristenkarte (Cuba Card) nötig. Auch bei teuren Reisen ab 4500 Euro sind die gedruckten Unterlagen weiter inklusive.

Immer mehr Reiseveranstalter verabschieden sich von Reisedokumenten auf Papier. Bei Tui gibt es seit Ende 2016 keine gedruckten Unterlagen mehr. Thomas Cook nahm von Ende November 2018 an ebenfalls drei Euro für die Papiervariante. Der Veranstalter mit Marken wie Neckermann musste Ende September 2019 Insolvenz anmelden.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Eine Woche nach den Anschlägen ist die Sicherheitslage in Sri Lanka immer noch angespannt. Das Auswärtige Amt rät von Reisen dorthin ab. Foto: Manish Swarup/AP Was Sri-Lanka-Urlauber wissen müssen Das Auswärtige Amt rät aufgrund der Sicherheitslage inzwischen von nicht notwendigen Reisen nach Sri Lanka ab. Reiseveranstalter folgen dieser Empfehlung. Pauschalurlauber bekommen ihr Geld zurück, Individualreisende haben es schwerer.
Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei - daher ist das Reisen in diesem Jahr mit größeren Risiken behaftet als sonst. Foto: Roland Weihrauch/dpa/dpa-tmn Pauschalreise oder Individualreise buchen? Wer bringt mich im Ernstfall nach Hause? An wen kann ich mich wenden, wenn im Urlaub etwas schief läuft? Nicht nur, aber gerade wegen Corona sind das wichtige Fragen. Es kommt auf die Reiseform an.
Das Verreisen wird auch im zweiten Halbjahr 2020 anders sein als gewohnt. Foto: Marcel Kusch/dpa/dpa-tmn Reisen in Corona-Zeiten: Was fürs Buchen nun wichtig ist Die Verunsicherung ist groß: Die Welt teilt sich aus deutscher Urlaubersicht nun in Länder mit oder ohne Reisewarnung, zusätzlich gibt es noch Risikogebiete. Was muss ich für meinen Urlaub wissen?
Endlich wieder nach Mallorca? Die Bundesregierung hebt die Reisewarnung für 29 Länder auf. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn Was bedeutet die Lockerung der Reisewarnung für Urlauber? Die Reisewarnung ist der schärfste Appell des Auswärtigen Amtes - Mitte Juni soll sie nun für 29 Länder aufgehoben werden. Was heißt das für Urlauber? Eine Einordnung.