Flöhe bei Haustieren loswerden

17.04.2020
Flöhe sind kleine Parasiten, die auch noch gut springen können. Die Tiere verbreiten sich nicht nur auf Hunden und Katzen, sondern auch in der Wohnung. Eine gründliche Reinigung ist deshalb Pflicht.
Um ein Tier auf Flöhe zu überprüfen, sollten Halter mit einem Flohkamm durch das Fell streichen und danach die ausgebürsteten Haare überprüfen. Foto: Ina Fassbender/dpa-tmn
Um ein Tier auf Flöhe zu überprüfen, sollten Halter mit einem Flohkamm durch das Fell streichen und danach die ausgebürsteten Haare überprüfen. Foto: Ina Fassbender/dpa-tmn

Bonn (dpa/tmn) - Sie sind kleine, lästige Blutsauger: Flöhe gehören bei Hunden und Katzen zu den häufigsten Parasiten. Sie lösen starken Juckreiz aus, da sie gerne mehrmals hintereinander stechen. Vor allem beim Hund kann der Speichel der Flöhe zu starken Hautentzündungen führen, warnt der Bundesverband für Tiergesundheit.

Um ihr Tier auf Flöhe zu überprüfen, sollten Halter mit einem Flohkamm durch das Fell streichen. Die ausgebürsteten Haare kommen samt der dunklen Krümel auf ein weißes Tuch. Färben sich die Krümel beim Kontakt mit Wasser rötlich-braun, kann es sich hierbei um Flohkot handeln. In diesem Fall sollte ein Tierarzt eine professionelle Flohkontrolle durchführen.

Normale Hygienemaßnahmen wie Staubsagen oder das Waschen von Decken und Kissen reichen nicht aus, um den Flohbefall in den Griff zu kriegen. Am wichtigsten ist es, die Tiere mit geeigneten Präparaten zu behandeln sowie die Umgebung ebenfalls mit bestimmten Wirkstoffen zu reinigen. Denn im Teppichboden oder in Dielenspalten verstecken sich weitere Larven. Ein erwachsener Floh kann bis zu mehreren Monate leben und die Tiere beeinträchtigen.

Besonders wichtig ist es, Hunde und Katzen nach einem Flohbefall zu entwurmen. Denn Flöhe übertragen den Gurkenbandwurm. Juckende Stellen benagt das Tier häufig auch mit dem Mund, hierbei werden Flöhe mit verschluckt. Daraus kann sich im Darm ein Bandwurm entwickeln.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Ein Floh-Befall bei Hunden kann auch zu einem Bandwurm führen. Erste Anzeichen für einen Bandwurm sind Durchfall und Appetitlosigkeit. Foto: Markus Scholz/dpa-tmn Hunde und Katzen mit Flöhen immer auch entwurmen Jucken und Kratzen sind Anzeichen dafür, dass Hund oder Katze von Flöhen befallen sein könnte. Doch dies kann erst der Anfang einer Krankheitswelle der Vierbeiner sein. Deshalb gilt es, rechtzeitig dagegen vorzugehen.
Wer seine Katze vor Zecken und Flöhen schützen will, sollte darauf achten, dass das Präparat kein Permethrin enthält. Foto: Silvia Marks Zeckenschutz mit Permethrin kann für Katzen tödlich sein Das sogenannte Permethrin-Spray ist für Mensch und Hund ein wirksamer Zeckenschutz, doch für Katzen ein tödliches Gift. Worauf Halter daher achten sollten:
Auch Kaninchen können sich mit Flöhen infizieren. Foto: Vier Pfoten/Martina Nachtsheim/dpa Flöhe bei Kaninchen: Partnertiere immer mitbehandeln Kahle Stellen, Rötungen und Blutungen: Kaninchen können, wie andere Haustiere auch, von Flohbefall betroffen sein. Was tun, wenn sich der blutsaugende Parasit im Fell eingenistet hat?
Anders als Menschen können Hunde ihre Körpertemperatur nicht mit Schwitzen regulieren. Foto: Robert Günther/dpa-tmn So kommen Hund und Katze gut durch den Sommer Der Sommer ist für viele Menschen die schönste Jahreszeit. Für Haustiere kann er aber anstrengend werden. Wie Hunde- und Katzenbesitzer es ihren Vierbeinern so angenehm wie möglich machen.