Firefox listet Schnüffler auf

23.10.2019
Normalerweise sind es die Tracking-Dienste, die den Weg von Nutzern durchs Netz etwa zu Werbezwecken aufzeichnen. Nun dreht der Firefox-Browser den Spieß um.
Im Firefox-Browser ist Lockwise fest installiert. Der Passwortmanager verwaltet nicht nur Log-in-Informationen, sondern kann auch Passwörter generieren. Foto: Andrej Sokolow/dpa/dpa-tmn
Im Firefox-Browser ist Lockwise fest installiert. Der Passwortmanager verwaltet nicht nur Log-in-Informationen, sondern kann auch Passwörter generieren. Foto: Andrej Sokolow/dpa/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Über Technologien wie Cookies oder das sogenannte Fingerprinting können unter anderem Werbe- oder soziale Netzwerke Browser wiedererkennen und Surfgewohnheiten mitschneiden.

Dieses sogenannte Tracking kann der Firefox-Browser schon seit einiger Zeit blockieren. In der gerade erschienen neuen Version 70 ist noch ein Anti-Tracking-Feature hinzugekommen.

Ein Klick aufs Schild-Symbol verrät mehr

Nutzer können nun zu jeder geöffneten Seite in einer Liste nachschauen, wessen Tracking-Versuche geblockt wurden. Dazu muss man nur auf das Schild-Symbol am linken Rand der Adressleiste klicken.

Dort tauchen nun auch Informationen von Firefox Monitor auf. Der Dienst warnt vor Datenlecks oder gestohlenen Log-in-Informationen im Zusammenhang mit bestimmten Seiten.

Passwortmanager als fester Browser-Bestandteil

Neu im Firefox-Browser ist auch die feste Integration des Passwortmanagers Lockwise, der nicht nur Log-in-Informationen verwalten, sondern auch Passwörter generieren kann. Lockwise musste zuvor erst als Erweiterung installiert werden.

Wie die Schutzmaßnahmen funktionieren und wie der neue Privatsphäre-Bericht aussieht, hat Firefox-Entwickler Mozilla in einem Video veranschaulicht. Nutzer des Browsers können im Menü unter «Hilfe/Über Firefox» prüfen, ob die Version 70 bereits installiert ist - oder den Download anstoßen.

Video

Mitteilung

Release Notes (engl.)

Firefox-Download


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Auch auf dem Smartphone haben Nutzer die Auswahl zwischen vielen verschiedenen Browsern. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn Werbung blocken, Daten sparen: Fünf Browser fürs Smartphone Während Browser beim PC oder Laptop der gängigste Weg ins Internet sind, passiert auf mobilen Geräten vieles über Apps, und die Browser kommen vorinstalliert. Ein Blick auf Alternativen lohnt trotzdem. Denn manche Funktionen sind enorm praktisch.
Wer ins Netz will, kann das mit vielen verschiedenen Browsern tun. Jeder hat seine eigenen Stärken und Schwächen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn Das Tor zum WWW – Sechs Alternativen zu etablierten Browsern Browser sind das Tor zum Netz. Wer surfen will, kommt auf stationären Geräten nicht ohne aus. Auf dem Markt hat sich in den letzten Jahren einiges getan: Ehemalige Platzhirsche verlieren Nutzer, kleinere Anbieter überraschen mit praktischen Extras. Ein Überblick.
Die Add-ons von Firefox sind zwar praktisch, können manchmal aber auch zum Sicherheitsrisiko werden. Laut dem E-Mail-Anbieter Posteo ist dies bei «Mailvelope» der Fall. Foto: Inga Kjer/dpa-tmn/dpa Schwachstelle in Firefox macht Add-on Mailvelope unsicher Eine Sicherheitslücke in der Add-on-Verwaltung des Firefox-Browsers hat ungeahnte Auswirkungen. Mit Hilfe manipulierter Zusatzprogramme könnten Angreifer sensible Daten wie die persönlichen PGP-Schlüssel aus dem Add-on Mailvelope ausspähen.
Internet Explorer, Chrome, Safari, Firefox, Opera oder Edge - die Auswahl an Browsern ist groß. Wer noch auf der Suche nach «seinem» Browser ist, sollte einfach mal durchprobieren. Foto: Andrea Warnecke Begleiter durchs Netz: Den passenden Browser finden Welcher ist der richtige für mich? Diese Frage lässt sich beim Thema Browser nicht eindeutig beantworten. Doch Unentschlossenen kann ein Blick auf die Funktionen weiterhelfen: Am Ende sollte dann für jeden etwas dabei sein.