Firefox erkennt geleakte Passwörter

12.05.2020
Passwort-Sicherheit ist nichts, womit man sich gerne in seiner Freizeit beschäftigt. Wie gut, dass es stille Helfer gibt, die mitdenken - sogar im Browser.
Die Leak-Informationen aus der Firefox-Monitor-Datenbank fließen nun auch in den Passwortmanager Firefox Lockwise ein. Foto: Catherine Waibel/dpa-tmn
Die Leak-Informationen aus der Firefox-Monitor-Datenbank fließen nun auch in den Passwortmanager Firefox Lockwise ein. Foto: Catherine Waibel/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Wer im Firefox Internetseiten von Diensten aufruft, die bekanntermaßen gehackt wurden oder ein Datenleck zu beklagen hatten, erhält schon seit geraumer Zeit eine Warnung.

Und zwar von einem Warndienst namens Firefox Monitor, der wie der Browser von der Mozilla-Stiftung betrieben wird.

Die Idee dahinter: Falls jemand bei diesem Dienst oder bei dieser Seite angemeldet ist und somit ein Nutzerkonto hat, könnten seine Log-in-Daten kompromittiert sein. Und das bedeutet: Schleunigst das Passwort ändern!

Um zielgenau warnen zu können, greift Monitor auf Datenbanken zu, in die Sicherheitsforscher nach Hackerangriffen oder Datenlecks veröffentlichte Zugangsdaten einpflegen.

Von Monitor profitieren seit Veröffentlichung der Firefox-Version 76 auch alle, die den im Browser integrierten Passwortmanager Lockwise nutzen. Dieser warnt, wenn man ein unsicheres Passwort bei einem oder gleich mehreren Diensten nutzt, mahnt zum Wechsel und kann neue, sichere Passwörter generieren. Lockwise ist auch als App für iOS und Android verfügbar.

© dpa-infocom, dpa:200511-99-13346/2

Firefox-Konto erstellen

Firefox Lockwise für Android

Erste Schritte mit Firefox Lockwise

Firefox Lockwise für iOS

Infos zu Firefox 76


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Mit der Anwendung Firefox Lockwise behalten Nutzer die Übersicht über ihre Online-Passwörter. Foto: Catherine Waibel/dpa-tmn Firefox hilft beim Passwort-Management Neues Jahr, gute Vorsätze: Geht es um digitale Belange, wollen viele Anwenderinnen und Anwendern ihre Passwort-Sicherheit verbessern. Wie klappt das alltagstauglich?
Im Firefox-Browser ist Lockwise fest installiert. Der Passwortmanager verwaltet nicht nur Log-in-Informationen, sondern kann auch Passwörter generieren. Foto: Andrej Sokolow/dpa/dpa-tmn Firefox listet Schnüffler auf Normalerweise sind es die Tracking-Dienste, die den Weg von Nutzern durchs Netz etwa zu Werbezwecken aufzeichnen. Nun dreht der Firefox-Browser den Spieß um.
Im Dark Web werden derzeit Datensätze mit Log-in-Informationen für den Videochat-Dienst Zoom zum Kauf angeboten. Das berichtet das IT-Fachportal «Bleepingcomputer.com». Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn Wer kennt mein Zoom-Passwort? Im Netz sollen Hunderttausende E-Mail-Adressen und Passwörter gehandelt werden, mit denen man sich bei Zoom anmelden kann. Müssen sich Nutzer des Videochat-Dienstes Sorgen machen?
Internetnutzer sollten prüfen, ob ihre Log-in-Daten ins Netz gelangt und dort mehr oder weniger frei auffindbar sind. Ist dies der Fall, muss das Passwort geändert werden. Foto: Lukas Schulze Stehen meine Log-in-Daten im Netz? Im Internet sind wieder Abermillionen E-Mail-Adressen und Passwörter im Klartext aufgetaucht. Sie gesellen sich zu einer unüberschaubaren Zahl an Log-in-Informationen, die bereits durchs Netz geistern. Wer ist betroffen - und wer muss sich keine Sorgen machen?