Firefox blockt unverschlüsselte Verbindungen

18.11.2020
Verschlüsselte Verbindungen zu Webseiten sind nicht nur für Sensibles wie Onlinebanking essenziell. Sie erhöhen auch beim normalen Surfen die Sicherheit. Deshalb spannt Firefox nun einen Schutzschirm auf.
Die Warnung bei geblockten, unverschlüsselten Verbindungen (o.) und das Definieren von Ausnahmen (u.). Foto: support.mozilla.org/dpa-tmn
Die Warnung bei geblockten, unverschlüsselten Verbindungen (o.) und das Definieren von Ausnahmen (u.). Foto: support.mozilla.org/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Auf Daten, die der eigene Rechner mit Internetservern austauscht, sollen Dritte natürlich keinen Zugriff haben. Trotzdem serviert man sie Angreifern quasi auf dem Silbertablett, wenn die jeweilige Webseite keine verschlüsselte Verbindung (http) bietet. Verschlüsselte Verbindungen erkennt man hingegen am vorangestellten https in der Adresszeile des Browsers.

Da aber längst noch nicht alle Webseiten https unterstützten und potenziell unsichere http-Verbindungen aufbauen, ist der Firefox-Browser nun um eine Funktion erweitert worden, die https forciert und eine Warnmeldung anzeigt, falls keine gesicherte Verbindung verfügbar ist («https-Only-Mode»).

So ein Feature mussten Nutzerinnen und Nutzer bislang etwa in Gestalt einer Erweiterung wie «https Everywhere» nachrüsten. Nun können sie es einfach in den Einstellungen aktivieren, sobald der Firefox-Browser auf die aktuelle Version 83 aktualisiert worden ist. Standardmäßig ist die neue Funktion aber ausgeschaltet.

Der neue Modus erlaubt nicht nur striktes Ein oder Aus in den Einstellungen, sondern ist auch für Zwischentöne empfänglich: Mit einem Klick auf das durchgestrichene Schlosssymbol links in der Adresszeile lassen sich bestimmte Seiten vom «https-Only-Mode» ausnehmen, entweder einmalig oder dauerhaft.

© dpa-infocom, dpa:201118-99-375078/2

Support-Eintrag zur neuen Funktion

Mitteilung

Firefox 83 Release Notes


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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