Experten rechnen mit verstopften Fernstraßen

06.08.2021
Autofahrer, die ihr Nervenkostüm schonen möchten, sollten am Wochenende antizyklisch unterwegs sein. Die Automobilclubs rechnen mit hohem Verkehrsaufkommen - vor allem auf den Hauptreiserouten.
Mitten in der Urlaubssaison sind Staus nicht selten. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/dpa-tmn
Mitten in der Urlaubssaison sind Staus nicht selten. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/dpa-tmn

Berlin/München (dpa/tmn) - Autofahrern steht eines der staureichsten Wochenenden der Sommersaison bevor. Ursache dafür ist das nahende Ferienende in Berlin und Brandenburg sowie in Teilen Nordeuropas.

Zudem sind am Wochenende 7./8. August neue Reisewellen aus den bevölkerungsreichen Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen zu erwarten. Urlauber sollten sich daher auf lange Reisezeiten gefasst machen, teilen ADAC und Auto Club Europa (ACE) mit.

So dürfte es besonders auf den Strecken Richtung Süden und an den deutschen Küsten das ganze Wochenende über voll werden - gerade zu den Stoßzeiten. Am Samstag rollt die Stauwelle laut ACE vor allem zwischen 10.00 und 16.00 Uhr, ab Mittag kommt der Rückreiseverkehr dazu. Sonntags drohen ab etwa 14.00 Uhr bis in den frühen Abend starke Staus, auch auf den Einfallstraßen in die Ballungsgebiete.

Größere Staugefahr herrscht laut ADAC auch auf den Zufahrtsstraßen der Ausflugsgebiete. Nicht viel besser sieht es an den Grenzen aus: Durch das hohe Verkehrsaufkommen und intensive Personenkontrollen müssten sich Autourlauber auf stundenlange Wartezeiten einstellen.

Antizyklisch reisen und Staus umgehen

Wo immer es geht, empfiehlt der ACE antizyklisch unterwegs zu sein. Besonders günstig sei es, unter der Woche zu reisen oder den Reiseantritt zumindest auf die frühen Morgen oder späteren Nachmittagsstunden zu legen. Auch ein Reisebeginn am Sonntag kann von Vorteil sein. Der Samstag sollte als Reisetag gemieden werden. Wer Mobilitäts-Apps nutzt, kann lange Staus frühzeitig erkennen und umfahren. Generell rät der ADAC dazu, Hauptrouten zu meiden und stattdessen auf weniger frequentierte Nebenstrecken auszuweichen.

Unwetterbedingte Behinderungen und Sperrungen bestehen ganztags weiterhin auf der A 61 und der A 1 westlich von Köln und Bonn sowie auf Straßen im Bereich Erftstadt und Ahrweiler und in umliegenden Gebieten.

Weitere Verzögerungen und Staus erwarten die Automobilclubs auf folgenden Abschnitten (meist in beiden Richtungen):

A 1 Bremen - Lübeck
A 3 Würzburg - Nürnberg - Passau
A 5 Frankfurt - Karlsruhe - Basel
A 6 Mannheim - Heilbronn - Nürnberg
A 7 Flensburg - Hamburg
A 7 Hannover - Kassel - Würzburg - Ulm - Füssen/Reutte
A 8 Karlsruhe - München - Salzburg
A 9 München - Nürnberg
A 10 Berliner Ring
A 19 Rostock - Dreieck Wittstock/Dosse
A 24 Hamburg - Berlin
A 81 Singen - Stuttgart
A 93 Inntaldreieck - Kufstein
A 95/B 2 München - Garmisch-Partenkirchen
A 99 Umfahrung München

Im benachbarten Ausland überwiegen inzwischen ebenfalls die Staus auf den Heimreiserouten. Das größte Staupotenzial haben laut ADAC die klassischen Urlauberrouten Tauern-, Fernpass-, Brenner-, Karawanken-, Rheintal- und Gotthard-Route, die Fernstraßen zu und von den italienischen, kroatischen und französischen Küsten und Bergregionen.

Italien-Urlauber sollten zudem beachten, dass am Wochenende vor dem Ferragosto-Feiertag (15. August) traditionell der Ansturm auf die Küsten beginnt.

© dpa-infocom, dpa:210803-99-680128/2

Stauprognose des ACE

Stauprognose des ADAC

Sperrungen durch Unwetter: ADAC

Grenzwartezeiten

Corona-Seite ADAC

Corona-Seite ACE

Auswärtiges Amt - Corona-Reiseinformationen

ADAC-Seite zu Grenzkontrollen

ASFINAG-Grenzwartezeiten


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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