Europa-Park: Erste Gebäude nach Großbrand wieder aufgebaut

23.07.2019
Ein Großfeuer hat im vergangenen Jahr Teile von Deutschlands größtem Freizeitpark zerstört. Die ersten Gebäude sind neu aufgebaut und nun eröffnet worden. Ein besonderes Augenmerk gilt nun der Sicherheit.
Der Themenbereich Skandinavien im Europa-Park wurde im vergangenem Jahr durch ein Feuer zerstört. Nun erstrahlt er im neuen Glanz. Foto: Patrick Seeger
Der Themenbereich Skandinavien im Europa-Park wurde im vergangenem Jahr durch ein Feuer zerstört. Nun erstrahlt er im neuen Glanz. Foto: Patrick Seeger

Rust (dpa) - Knapp 14 Monate nach dem Großbrand im Europa-Park in Rust bei Freiburg sind die ersten der durch das Feuer zerstörten Gebäude neu aufgebaut und wieder für Besucher geöffnet worden. In den Wiederaufbau und in die neue Infrastruktur sollen 60 Millionen Euro fließen, wie der Vergnügungspark mitteilte.

Entstanden seien Häuser, Restaurants und Geschäfte. Weitere Gebäude und Attraktionen sollen folgen. Bei dem Feuer am 26. Mai vergangenen Jahres waren die Themenbereiche Skandinavien und Holland größtenteils den Flammen zum Opfer gefallen. Zerstört wurden Restaurants, Geschäfte und ein Fahrgeschäft. «Nach dem Schock des Brandes ging es uns darum, möglichst schnell wieder aufzubauen», sagte der Inhaber von Deutschlands größtem Freizeitpark, Roland Mack.

Für die Arbeiten gebe es erhöhte Sicherheitsvorschriften, sagte der Landrat des Ortenaukreises, Frank Scherer (parteilos). Gründe seien die enge Bauweise in dem Freizeitpark, die hohe Zahl von Holzbauten sowie die Vielzahl der Besucher. Feuer wie im vergangenen Jahr sollten so verhindert werden. Zudem sei die Betriebsfeuerwehr erweitert worden.

Auch die aus dem Jahre 1987 stammende Fahrattraktion «Piraten in Batavia», die durch das Feuer zerstört wurde, werde nächstes Jahr modernisiert starten, sagte Mack. Fans hatten unter anderem mit Unterschriftenaktionen den Wiederaufbau der Bahn gefordert, bei der Besucher in Booten durch eine Fantasiewelt der Stadt Batavia im 17. Jahrhundert fahren.

Der Großbrand war nach Angaben der Staatsanwaltschaft durch einen technischen Defekt entstanden und hatte einen Millionenschaden verursacht. Bei dem Feuer wurden sieben Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr leicht verletzt. Rund 500 Frauen und Männer waren an dem Einsatz beteiligt. An dem Tag waren rund 25.000 Besucher in dem Freizeitpark.

Europa-Park

Fahrattraktion Piraten in Batavia

Verband Deutscher Freizeitparks


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Für die kommenden Tage sagen ACE und ADAC viele Staus voraus. Foto: Armin Weigel/dpa Tolle Tage sorgen für großes Staurisiko Es geht rund auf Deutschlands Straßen. Nicht nur in den Karnevalshochburgen, sondern auch auf den Autobahnen. Denn mit dem Ferienbeginn in den südlichen Bundesländern werden sich viele Winterurlauber auf den Weg in die Skiregionen machen.
Aktivurlaub: Das Leipziger Neuseenland lockt Freunde des Wassersports - hier der Cospudener See in Markkleeberg. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa-tmn Wo Deutschland wild und einsam ist Im Urlaub in weite Ferne schweifen? Darauf kann man in diesem Jahr nicht unbedingt setzen. Es gibt aber auch in Deutschland schöne Ecken - oft sind es sogar einsame Orte.
In Deutschland kann man fast überall den Sprung ins Wasser wagen. Nur fünf Badestellen sind «mangelhaft». Foto: Kay Nietfeld/dpa Wasserqualität getestet: Wie gut geht Europa baden? Hier kann Griechenland im europäischen Vergleich einmal bessere Zahlen vorweisen als Deutschland: Der neue Badegewässer-Bericht der EU ist da. Ein Überblick mit einigen Fragen und Antworten.
Zwei Jahre nach dem Großbrand wird die Themenwelt «Piraten in Batavia» im Europa-Park wieder eröffnet. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa Europa-Park: Themenwelt «Piraten in Batavia» öffnet wieder Ein Großfeuer zerstörte vor 26 Monaten Teile von Deutschlands größtem Freizeitpark. Der Schweizer Charles R. Botta managt den Wiederaufbau. Statt wie bisher Fußball-WM-Arenen baut er nun die Show-Kulisse für «Piraten». Und kämpft mit dem Brandschutz.