Erstes Welterbe-Infozentrum im Südharz eröffnet

22.07.2020
Der Harz hat mehr zu bieten als eine reizvolle Berglandschaft. So stoßen Besucher auch auf eine große Anzahl an Unesco-Welterbestätten. Mehr darüber erfahren lässt sich nun in einem neuen Infozentrum im Südharz.
Im Kloster Walkenried können sich Besucher nun einen Überblick über die Unesco-Welterbestätten im Harz verschaffen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Im Kloster Walkenried können sich Besucher nun einen Überblick über die Unesco-Welterbestätten im Harz verschaffen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Walkenried (dpa) - Im Kloster Walkenried können sich Besucher vom 23. Juli an einen Überblick über die Unesco-Welterbestätten im Harz verschaffen. Diese sind das Bergwerk Rammelsberg, die Altstadt von Goslar sowie die Oberharzer Wasserwirtschaft, ein Energieversorgungssystem aus Teichen, Stollen und Gräben.

«Den Gästen wird das Welterbe zeitgemäß präsentiert und zugleich erhalten sie einen konzentrierten Überblick über die vielfältigen Ausflugsmöglichkeiten», sagte Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann. Der CDU-Politiker eröffnete das Zentrum in dem früheren Kloster und heutigen Zisterziensermuseum im Landkreis Göttingen während seiner Sommerreise.

Der Direktor der Stiftung Unesco-Welterbe im Harz, Gerhard Lenz, betonte, dass es sich um eine von Deutschlands vielfältigsten Welterbestätten handele. Themen seien das Montanwesen, Landschaftswandel, Energie-Erzeugung und Städtebau.

Die Altstadt von Goslar und das nahe gelegene stillgelegte Erzbergwerk Rammelsberg waren bereits 1992 in die Unesco-Liste aufgenommen worden, das sogenannte Wasserregal kam 2010 hinzu. Nach Angaben der Stiftung sollen nach Walkenried zwei weitere Infozentren eröffnet werden, und zwar 2021 in Goslar und 2022 in Clausthal-Zellerfeld.

© dpa-infocom, dpa:200722-99-886783/2

Unesco-Welterbe im Harz


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Vor 25 Jahren wurden das Erzbergwerk Rammelsberg und die Altstadt von Goslar zum Weltkulterbe ernannt. Foto: Holger Hollemann/dpa Harz feiert Unesco-Welterbe-Tag Bergwerke, Schächte, Museen, Fachwerk, künstliche Wasserwege oder Stauteich-Systeme: Das Weltkulturerbe im Harz ist vielfältig. Vor 25 Jahren wurden die ersten Teilbereiche von der Unesco anerkannt. Die Bilanz fällt positiv aus. Und es gibt Pläne.
Das Schloss Bückeburg ist heute Stammsitz des Hauses Schaumburg-Lippe. Einige Räume können auch jetzt von Besuchern besichtigt werden. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa Schlösser in Niedersachen: Besuch trotz Corona möglich Die Marienburg bei Hildesheim, Schloss Iburg im Kreis Osnabrück oder Fürstenberg im Weserbergland: Die Schlösser in Niedersachsen sind Touristenmagnete für den Urlaub vor der Haustür. In Corona-Zeiten müssen die Betreiber umdenken, doch neue Konzepte gibt es bereits.
Nicholas Conard (r),Professor an der Universität Tübingen, und Ivo Verheijen, Doktorand an der Universität Tübingen, zeigen im Forschungsmuseum Schöningen Teile eines Skeletts eines eurasischen Waldelefanten. Foto: Julian Stratenschulte/dpa Schöningen zeigt Waldelefanten-Skelett Wenig Besucher und finanzielle Verluste - mit dem Paläon stand in Schöningen lange Zeit ein Sorgenkind der niedersächsischen Museumslandschaft. Das sieht nach dem Neustart anders aus.
Kilometerlang sind die Strände von Borkum - und im Winter ziemlich leer. Foto: Andreas Heimann/dpa-tmn Strandwandern und Walfang-Historie auf Borkum Borkum ist die westlichste deutsche Insel und liegt weit draußen in der Nordsee. Im Winter ist es dort ziemlich ruhig. Abwarten und Tee trinken ist aber das falsche Motto.