E-Books aus dem Microsoft Store nicht mehr lesbar

01.07.2019
Bei Microsoft gekaufte E-Books sind ab sofort nicht mehr lesbar. Der Grund: Microsoft hat den Service eingestellt. E-Book-Käufer stehen deshalb aber nicht mit leeren Händen da.
Alle Käufer von E-Books bekommen von Microsoft den vollen Kaufpreis erstattet. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild
Alle Käufer von E-Books bekommen von Microsoft den vollen Kaufpreis erstattet. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild

Berlin (dpa/tmn) - Den Verkauf elektronischer Bücher in seinem Store hatte Microsoft bereits Anfang April eingestellt. Ab sofort läuft nun auch die Nutzungsmöglichkeit für alle E-Books aus, die Kunden aus dieser Quelle heruntergeladen haben.

Egal, ob kostenlos oder kostenpflichtig: Alle diese Bücher sind nun nicht mehr lesbar. Hintergrund ist ein digitales Rechtemanagement (DRM),das in jedem E-Book hinterlegt ist und von einem DRM-Server kontrolliert wird. Diesen Computer schaltet Microsoft schlichtweg ab - allerdings nicht, ohne Käufer von E-Books zu entschädigen. Sie erhalten dem Unternehmen zufolge den Preis für alle gekauften E-Books erstattet, und zwar auf dem gleichen Weg, auf dem die Bücher seinerzeit bezahlt worden sind.

Wer bei seinen vor April 2019 gekauften E-Books die Möglichkeit digitaler Anmerkungen und Notizen in den Büchern genutzt hat, verliert diese zwar auch, wird dafür aber mit einer zusätzlichen Einmalzahlung in Höhe von 25 US-Dollar (rund 22 Euro) von Microsoft entschädigt.

Fragen und Antworten von Microsoft


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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