Drosselung vermeiden - Wer braucht wie viel Datenvolumen?

17.03.2016
Die letzten Tage im Monat sind für viele Smartphonenutzer eine Qual. Das Monatsvolumen ist aufgebraucht, im Netz geht es nur noch im Schneckentempo voran. Aber wie viel monatliches Datenvolumen braucht man eigentlich?
Wer ein Mobilfunkvertrag abschließt, muss sich vorher für ein bestimmtes monatliches Datenvolumen entscheiden. Doch nicht jeder weiß, wie viel er verbrauchen wird. Foto: Andrea Warnecke
Wer ein Mobilfunkvertrag abschließt, muss sich vorher für ein bestimmtes monatliches Datenvolumen entscheiden. Doch nicht jeder weiß, wie viel er verbrauchen wird. Foto: Andrea Warnecke

Göttingen (dpa/tmn) - Sind 500 Megabyte im Monat genug? Oder doch auf Nummer sicher gehen und das große Paket mit 3 Gigabyte buchen? Wer einen Mobilfunkvertrag abschließt, sollte zunächst abschätzen, wie hoch der monatliche Datenverbrauch ausfällt.

Das Telekommunikationsportal «Teltarif.de» teilt Nutzer dazu grob in fünf Typen ein. Jeder nutzt sein Smartphone anders und sollte sein monatliches Datenpaket darauf abstimmen. Sonst wird gegen Monatsende gedrosselt. Eine Übersicht:

Wenignutzer: Ein paar Telefongespräche, einige SMS, gelegentlich werden E-Mails gelesen und ein paar mobile Webseiten aufgerufen. 200 bis 300 Megabyte im Monat sollten ausreichen.

Messenger-Fans: Die Bildschirmtastatur glüht, ständig sausen Nachrichten, Bilder und kurze Videos durch diverse Messenger-Apps? Daniel Rottinger von «Teltarif.de» rät hier zu mindestens 500 Megabyte im Monat.

Datentelefonierer: Viele Chats, Fotos, Nachrichten im Netz und Telefongespräche über Messenger-Apps wie Facetime, Signal oder Skype. Hier sollte es mindestens 1 Gigabyte (GB) im Monat sein. Eine Minute Telefonieren über die App verbraucht rund 1 Megabyte Daten.

Musikstreamer: Unterwegs Musik streamen, treibt den monatlichen Datenumsatz steil nach oben. Wer Spotify, Deezer, Apple Music und Co. über die mobile Datenverbindung nutzt, braucht dafür 3 GB und mehr, rät Rottinger. Dann sind auch kurze Youtube-Clips möglich.

Vielnutzer: Alles geht über das Smartphone? Mails, Anrufe, Chats, Musik und Videos? Dann kommen eigentlich nur die großen Datenpakete der Anbieter mit 5 und mehr Gigabyte in Frage.

Reicht das gebuchte Volumen nicht aus, droht aus zwei Richtungen Ärger: Ist die Verbindung einmal auf 64 Kilobit pro Sekunde (kbit/S) gedrosselt, ist es aus mit Fotoversand oder Musikstreaming. Je nach Tarif kann ein Aufbrauchen des gebuchten Volumens zu ärgerlichen Mehrkosten führen - wenn eine Datenautomatik gebucht ist. Dann gibt es automatisch kleine Datenpakete zu verhältnismäßig hohen Kosten hinzu. Auch deswegen lohnt es sich, das Monatspaket mit etwas Spielraum zu buchen.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Einst Treffpunkt und Verbindung zu Freunden und Familie wird die Telefonzelle langsam zur Seltenheit. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn Wofür ist die pinke Säule? Wissenswertes über Telefonzellen Einst prägte die Telefonzelle das Straßenbild in ganz Deutschland, heute ist sie vom Aussterben bedroht. Die Telefonzelle hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Wer sie heute noch nutzt, sollte einige Details kennen und bei den Kosten aufpassen.
Käufer einer Prepaid-Sim-Karte müssen seit Juli ihre Identität nachweisen. Die Karte können sie teils im Laden oder Zuhause am Computer freischalten lassen. Foto: Paul Zinken/dpa-tmn Ausweiskontrolle beim Prepaidkartenkauf: einfach war gestern Mit dem simplen Kauf von Prepaid-SIM-Karten ist es seit Juli vorbei: Kunden müssen ihre Identität nun mit ihrem Ausweis an der Discounterkasse oder online nachweisen. Was Kriminelle treffen soll, bringt Verbrauchern einen Mehraufwand.
Internet, Handy, Festnetz und manchmal sogar auch noch TV – Kombitarife verbinden mehrere Leistungen eines Anbieters. Manche Kunden können dadurch jeden Monat Geld sparen, werben die Anbieter. Aber die Pakete lohnen sich nicht für jeden. Foto: Andrea Warnecke Alles aus einer Hand: was Telko-Kombitarife taugen Internet, Handy, Festnetz und manchmal sogar auch noch TV - Kombitarife verbinden mehrere Leistungen eines Anbieters. Manche Kunden können dadurch jeden Monat Geld sparen, werben die Anbieter. Aber die Pakete lohnen sich nicht für jeden.
Die Transparenzverordnung verpflichtet Internetanbieter auch dazu, ihre Kunden eindeutig über die normal erreichbaren Internetzugangsgeschwindigkeiten zu informieren. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn «test»: Mobilfunk- und Festnetzanbieter informieren zu wenig Wie schnell ist ein Internetanschluss wirklich? Wie lang ist die Vertragslaufzeit? Solche Informationen müssen Telekommunikationsanbieter seit Juni 2017 transparent darlegen. Ein Test zeigt: Das klappt noch nicht so richtig.