Die Sprache der Kaninchen verstehen

08.05.2020
Kaninchen zeigen deutlich, wie es ihnen geht. Halter müssen nur genau hinsehen und ihr Verhalten richtig deuten. Wer die Sprache kennt, hat mehr Freude und kann in Notsituationen schnell handeln.
Nasenstupser und leichtes Zähnemahlen sind bei Kaninchen ein Zeichen für Wohlbefinden. Foto: Robert Günther/dpa-tmn
Nasenstupser und leichtes Zähnemahlen sind bei Kaninchen ein Zeichen für Wohlbefinden. Foto: Robert Günther/dpa-tmn

Düsseldorf (dpa/tmn) - Stupst das Kaninchen seinen Halter mit der Nase an, ist dies ein gutes Zeichen. Das Tier fühlt sich rundum wohl und sehr sicher. Denn so zeigen Kaninchen, dass sie spielen wollen, erklärt der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH).

Wer die Sprache der Tiere versteht, kann viel besser auf ihre Bedürfnisse eingehen. Und sich bei Nasenstupsern freuen und geschmeichelt fühlen. Auch ausgelassenes Herumspringen und neugieriges Erkunden der Umgebung sind gute Zeichen.

Wälzt sich das Kaninchen und zeigt seinen Bauch ungeschützt, hat es Vertrauen und fühlt sich gut. Manchmal lecken die Tiere sogar die Hand des Besitzers, der dann offiziell zur Kaninchensippe gehört. Auch durch leises Zähnemahlen drücken die Tiere Wohlbefinden aus - etwa beim Streicheln oder Bürsten.

Geht es dem Kaninchen hingegen nicht gut und hat es beispielsweise Schmerzen, zeigt es das durch lautes Zähneknirschen. Dabei ist die Körperhaltung angespannt, das Tier nervös. Unter Umständen verhält es sich auch apathisch und sein Blick ist getrübt. Dann sollten Halter schnell handeln und das Kaninchen zum Tierarzt bringen.

© dpa-infocom, dpa:200507-99-973206/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Das Kaninchen sollte auf Augenhöhe fotografiert werden. Foto: Robert Günther So gelingt das Foto-Shooting mit Kaninchen Wenn das Hauskaninchen vor der Kamera herumhoppelt, statt in die Linse zu schauen, wird ein Tier-Shooting schnell zur Nervenprobe. Wie gelingen Fotoaufnahmen mit «Meister Lampe» am besten?
Wer das Kaninchen vom Sofa heben will, sollte es auf keinen Fall am Nacken greifen. Das versetzt es in Panik. Besser ist es, das Tier mit der Hand vorsichtig unter Brustkorb und Hinterteil zu heben. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn Angststarre des Kaninchens nicht fehlinterpretieren Wer denkt, wenn sich sein Kaninchen nicht bewegt, ist es total entspannt, irrt sich. Die Angststarre ist ein Zeichen für Alarmbereitschaft oder sogar Todesangst. So schützt sich ein Langohr.
Das Schwänzchen verrät viel über die Stimmung eines Kaninchens. Foto: Jennifer Jahns/dpa-tmn Kaninchen sprechen durch die Blume Im Wörterbuch «Kaninchen - Deutsch» spielt das Hinterteil eine besondere Rolle. Das Schwänzchen des Kaninchens, die sogenannte Blume, hat viel zu sagen. Man muss sie nur richtig übersetzen.
Nach Schätzungen gibt es zwei bis drei Millionen Feldhasen in Deutschland. Doch das nasskalte Wetter im Frühjahr 2016 sorgte für Verluste beim Nachwuchs. Foto: Patrick Pleul/dpa Feldhasen-Bestand bleibt stabil Die Jäger haben wieder die Hasen gezählt. Kurz vor Ostern gibt es dabei nicht nur gute Nachrichten. Die Bestände sind zwar im Wesentlichen stabil, doch gab es in einigen Regionen Verluste.