Die richtige Webcam optimal nutzen

07.04.2021
Ein dunkles oder unscharfes Bild kombiniert mit schlechtem Ton können den Chat per Video zur Qual machen. Die Wahl einer guten Webcam hilft da weiter, aber nicht nur.
Zum Themendienst-Bericht vom 7. April 2021: In Zeiten vieler Videokonferenzen kann es sich lohnen, in eine gute Webcam zu investieren. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/dpa-tmn
Zum Themendienst-Bericht vom 7. April 2021: In Zeiten vieler Videokonferenzen kann es sich lohnen, in eine gute Webcam zu investieren. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/dpa-tmn

Hamburg (dpa/tmn) - Homeschooling und Homeoffice gehören seit Beginn der Pandemie für viele zum Alltag. Aber auch im Privaten ist Videotelefonie teils unverzichtbar geworden. Hilfreich ist hierbei eine gute Webcam, berichtet die Zeitschrift «Computer Bild», die acht Modelle zwischen 27 und 100 Euro unter die Lupe genommen hat (Ausgabe 8/21).

Getestet wurden unter anderem Bildqualität, Mikrofon, Bedienung, Halterung und Extras in der Ausstattung. Insgesamt am besten schnitt dabei die Creative Live! Sync Cam 1080p ab. Auch bei wenig Licht liefert diese ordentliche Bilder ab, hat eine gute Halteklammer und sogar eine Gummiabdeckung. Dass die Farben teils etwas blass ausfallen, sei für 50 Euro verschmerzbar, so die Tester.

Den Preis-Leistungs-Sieg sicherte sich eine Kamera aus dem unteren Preissegment: Die Nulaxy C900 lieferte im Sicht-Test passable Ergebnisse ab und konnte ebenfalls sicher am Bildschirm befestigt werden. Für den Einsatz im Schummerlicht eignet sich die 27 Euro-Kamera aber nicht.

Smartphone als Alternative

Wer ein Smartphone mit guter Kamera besitzt, der kann auch dieses als Webcam einsetzen. Getestet wurde hierfür die App iVCam in Verbindung mit einem Samsung Galaxy S21. Die Tester erzielten hier eine hervorragende Bildqualität, mit der die Webcams nicht mithalten konnten. Ob mit Smartphone oder Webcam - um das beste aus seiner Kamera für den Videochat herauszuholen, sollte man auf ein paar Dinge achten.

Richtige Position: Damit das eigene Gesicht nicht in der Dunkelheit verschwindet, sollten Lichtquellen im Hintergrund wie Fenster und Lampen vermieden werden. Am besten wählt man einen dunklen Hintergrund und leuchtet das eigene Gesicht mit einer Extra-Lampe aus. Um nicht unvorteilhaft aus der Froschperspektive wahrgenommen zu werden, positioniert man die Webcam am besten auf Augenhöhe. Wer ein Notebook hat, nimmt hier am besten Bücher und Kisten zur Hilfe, alternativ geht auch ein Stativ.

Privatsphäre und Sicherheit: Um einen unberechtigten externen Zugriff auf seine Kamera zu vermeiden, sollte die Antiviren­Software richtig eingestellt werden. Das Virenschutzprogramm Avast Ultimate bietet diese Funktion. Dafür das Programm öffnen, auf Privatsphäre und dann auf Webcam­Schutz klicken. Manchen Webcams fehlt zudem eine Abdeckung. Hier kann ein Klebe-Schieber schon ab 6 Euro für mehr Privatsphäre sorgen. Wer generell ungern einen Blick in seine Räumlichkeiten gewähren möchte, dem bieten Video-Chat-Programme wie Zoom oder Microsoft Teams eigene Hintergründe sowie Weichzeichner an, die alles außer dem Nutzer selbst verwischen.

Bild und Sound: Da die Bildeinstellungen über Windows eher mäßig sind, empfehlen die Experten den Einsatz externer Programme wie dem kostenlosen Cyberlink YouCam 9. Wird hier die automatische Nachbesserung aktiviert, passt sich die Helligkeit des Bildes automatisch an. Über zusätzliche Schieberegler lassen sich Parameter wie Kontrast nachregeln und abspeichern. Und wem eine gute Klangqualität wichtig ist, dem empfehlen die Experten, ein externes USB-Mikrofon anzuschließen.

© dpa-infocom, dpa:210407-99-116388/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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